Frank Stäbler hat im September 2015 etwas außergewöhnliches geschafft. Er wurde in Las Vegas der erste deutsche Ringer-Weltmeister im griechisch-römischen Stil seit 21 Jahren.
In diesem Jahr feiert der DRB sein 125-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird es u.a. am Samstag, 28. Mai 2016, in Saarbrücken (Multifunktionshalle an der Hermann-Neuberger-Sportschule) um 14 Uhr einen Länderkampf Deutschland gegen eine Auswahl Frankreich/Österreich geben.
Im Mittelpunkt des Magazins ,,Vision Gold“ beim TV-Nachrichtensender N24 steht im April Ringer Frank Stäbler, der im September in Las Vegas für Deutschland den Weltmeistertitel im griechisch-römischen Stil gewann. Das hatte seit 21 Jahren kein deutscher Ringer mehr geschafft.
Der WM-Titel sei umso erstaunlicher, wenn man bedenke, dass Frank Stäbler kein Profi sei, heißt es in der Ankündigung der Sendung. Der Athlet arbeitet als Marketing-Assistent, trainiert vor und nach seinem Beruf. Bundestrainer Michael Carl führt Stäblers Erfolg auf dessen akribische Vorbereitung zurück. ,,Er überlässt nichts dem Zufall“, sagt er in der Reportage. In den entscheidenden Momenten eines Kampfes sei er stets präsent und seinen Gegnern nicht selten einen Schritt voraus.
Die „Vision Gold“-Reporter haben den Weltmeister in seiner Heimat Musberg besucht und beim Training mit Heimtrainer Andreas Stäbler (weder verwandt noch verschwägert) begleitet.
Weshalb Frank Stäbler zwei- bis dreimal im Jahr für einige Tage hungern muss, und warum der Weltmeister erklärt, dass er in Rio de Janeiro besser abschneiden werde als bei den Olympischen Spielen 2012 in London – das alles ist in der aktuellen Ausgabe von „Vision Gold“ am 7. April um 18.25 Uhr auf N24 oder jederzeit unter www.visiongold.tv oder auf Facebook www.facebook.comNisionGoldTV zu sehen. Die gesamte Folge gibt es anschließend in der N24-Mediathek.
https://www.ringen.de/wp-content/uploads/2016/04/Alexander-Semisorow.jpg7241173Kadir Caliskanhttps://www.ringen.de/wp-content/uploads/2021/12/Drb-1.pngKadir Caliskan2016-04-02 18:06:382023-05-03 16:24:39Bronze für Alexander Semisorow
Nach dem nahezu perfekten Auftakt an Tag 1 legte Christian John für das griechisch-römisch Team direkt nach und holte die dritte deutsche Medaille. Im Schwergewicht bis 130kg hatte der Eisenhüttenstädter eine schwere Auslosung erwischt. Gleich in Runde 1 hatte er hart zu kämpfen, setzte sich jedoch nach einem spannenden Kampf mit 8:5 gegen den Ungarn Almasi durch. Im Viertelfinale wartete dann Top-Favorit und der spätere Goldmedaillengewinner Kajaia aus Georgien und John unterlag vorzeitig mit 0:8. Der Brandenburger musste also den Weg über die Hoffnungsrunde gehen. Im ersten Duell ließ er dem Letten Glazins keine Chance und siegte vorzeitig technisch überlegen. Somit ging es im kleinen Finale um die Bronzemedaille gegen den Russen Gedekhauri. Auch gegen ihn hatte John in der Vergangenheit schon verloren, damals startete Gedekhauri noch für Georgien. Auch diesmal war es ein harter Fight, Christian lag fast die gesamte Kampfzeit in Rückstand, konnte jedoch am Ende durch eine starke konditionelle Verfassung seinen Gegner zermürben. In der letzten Minute ging er dann in einem ereignisreichen Kampf mit 9:8 in Front und sicherte sich somit die Bronzemedaille.
Bei den Frauen überzeugte auch 2016 erneut Anna Schell. Nachdem sie im Vorjahr noch in der Kategorie bis 69kg startete und dort Silber gewann, rückte sie in diesem Jahr ins 75kg Limit auf. Auch dort zeigte die junge Aschaffenburgerin eine tolle Leistung. Nach einem Schultersieg in der Qualifikation folgte dann im Viertelfinale der erste Härtetest. Die Weißrussin Lanko erwies sich als starke Gegnerin, am Ende konnte sich Schell jedoch mit 12:8 Punkten durchsetzen. Im Halbfinale traf sie dann auf Jugendweltmeisterin Shustova aus der Ukraine und auch hier zeigte Anna einen tollen Fight. In einem erneut wertungsreichen Kampf konnte sie sich auch hier nach 6 Minuten Kampfzeit mit 10:4 Punkten behaupten. Im Finale am Abend dann schon Annas dritter Kampf über die volle Kampfzeit von 6 Minuten. Diesmal hatte allerdings die Gegnerin das bessere Ende für sich. Die Ungarin Nemeth setzte sich verdient mit 8:3 nach Punkten durch und wurde Europameisterin, damit gewann Anna Schell nach einem sehr starken Turnier die Silbermedaille.
https://www.ringen.de/wp-content/uploads/2016/04/Anna-Schell-Team.jpe16001200Kadir Caliskanhttps://www.ringen.de/wp-content/uploads/2021/12/Drb-1.pngKadir Caliskan2016-04-02 12:03:002023-05-03 17:01:26Silber und Bronze für den DRB
Etka Sever Europameister – Etienne Kinsinger gewinnt die Bronzemedaille
Einen wunderbaren Auftakt in die U23 EM erwischte das griechisch-römisch Team am Tag 1 der Wettkämpfe. Mit Etienne Kinsinger (59kg), Hannes Wagner (80kg) und Etka Sever (98kg) schickte der DRB gleich drei Medaillenkandidaten ins Rennen und die drei wurden der Erwartungshaltung mehr als gerecht.
Bis 59kg kam Etienne Kinsinger perfekt ins Turnier. Im 1/8 Finale schaltete er den Ukrainer Martinyuk mit 9:0 vorzeitig aus. Auch im folgenden Viertelfinale lief es ähnlich gut, denn auch der Finne Maehoenen musste sich nach gut fünf Minuten bereits vorzeitig beugen und Etienne zog somit souverän ins Halbfinale ein. Dort wartete der an diesem Tag überragende Russe Emelin, der im gesamten Turnierverlauf keinen Wertungspunkt abgab und stehts vorzeitig als Sieger die Matte verließ. So auch im Halbfinale gegen Kinsinger, der nach 4:30 min unterlag. Am Abend wartete dann der Georgier Tchitava, der sich durch die Hoffungsrunde für das kleine Finale qualifizierte. Es entwickelte sich ein packendes Duell, bei dem der Georgier aus der Oberlage punkten konnte und 2:0 in Führung lag. Als er die Führung auch noch auf 3:0 ausbauen konnte, setzte Etienne alles auf eine Karte und marschierte stark nach vorne. Nach einem Passivitätspunkt, setzte er in den letzten Sekunden zum spektakulären Eichhörnchensprung an und sicherte sich, erst nach dem von deutscher Seite geforderten Videobeweis, den nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg mit 3:3.
Junioreneuropameister Hannes Wagner rückte bei der U23 EM diesmal ins 80kg Limit auf und zeigte auch dort, dass mehr als nur konkurrenzfähig ist. Am Ende eines ganz starken Turniers, stand ein undankbarer 5. Rang. Nach zwei Punktsiegen gegen Lokalmatador Gotsin, bei dem er einen Rückstand noch in einen 15:8 Sieg umbog, und gegen den starken Weißrussen Sakhno (3:1), traf Hannes im Halbfinale auf den Titelverteidiger und 3. Weltmeister Lasha Gobadze (GEO), der natürlich als Topfavorit ins Turnier gestartet war. Wagner zeigte einen bärenstarken Kampf, reagierte als Untermann blitzschnell und konnte sich selbst die Oberlage durch Aktivität erarbeiten. Eine schöne Rolle bewerteten die Kampfrichter überraschenderweise mit 2:2 Punkten und der Georgier wusste nicht warum er in Führung lag. Diese knappe Führung baute er kurz vor Schluss in ein 3:2 aus und brachte es sicher über die Zeit. Somit musste Hannes mit dem kleinen Finale vorlieb nehmen. Gegen den Ukrainer Filchakov wäre die Medaille durchaus im Bereich des Möglichen gewesen, das Halbfinale hatte jedoch zu viele Körner gekostet und Wagner landete somit auf einem starken 5. Rang.
Das Highlight am Auftakttag setzte jedoch der Dritte im Bunde. Bei seinem ersten internationalen Einsatz im Seniorenbereich konnte sich Etka Sever im Halbschwergewicht den Titel sichern. Ein ordentliches Los zum Auftakt ermöglichte einen perfekten Turnierstart. Der Tscheche Dominik Dobes hatte keine Chance und Sever siegte nach gut drei Minuten mit 10:0. Im Viertelfinale folgte dann ein harter Fight gegen den Schweden Anton Euren. Mit zwei starken Durchdrehern im Boden ging Etka 4:0 in Führung und brachte diese Führung souverän nach Hause. Der Schwede verkürzte zwar auf 2:4, doch insgesamt brachte er den Deutschen in sechs Minuten nicht mehr in Verlegenheit. Ein wahres Feuerwerk brannte dieser dann im Halbfinale ab. Der Ungar Török startet in der Bundesliga für Westendorf und ging mit einigen Medaillen im Juniorenbereich leicht favorisiert in das Match. Doch Etka erwischte einen Sahne-Tag. Schleuder zur Oberlage, zwei Durchdreher und im Anschluss noch ein starker Kopfzug und schon nach 70 Sekunden stand er im Finale! Der Goldmedaille stand noch der letztjährige Bronzemedaillengewinner Kukuri Kirthskalia (GEO). Doch dem Deutschen konnte an diesem Tag keiner gefährlich werden. Zweimal brachte er ganz stark seine Schleuder an, aus dem zweiten Wurf gab es dann schließlich für Kirthskalia kein Entrinnen mehr und Sever feierte mit dem Schultersieg nach 2:30 min den hochverdienten Titelgewinn.
Morgen starten die Wettkämpfe der U23 Europameisterschaft. Den Anfang im bulgarischen Ruse machen die griechisch-römisch Spezialisten. Für das DRB Team starten Etienne Kinsinger (KSV Köllerbach), Hannes Wagner (AC Lichtenfels) und Etka Sever (VfK Schifferstadt)
griechisch-römisch
59kg Etienne Kinsinger – 19 Teilnehmer
1/8 Fin gegen Andrei Martinyuk (UKR)
80kg Hannes Wagner – 14 Teilnehmer
1/8 Fin gegen Mario Dotsin (BUL)
98kg Etka Sever – 18 Teilnehmer
1/8 Fin gegen Dominik Dobes (CZE)
https://www.ringen.de/wp-content/uploads/2016/03/Logo_DRB.jpg397500Kadir Caliskanhttps://www.ringen.de/wp-content/uploads/2021/12/Drb-1.pngKadir Caliskan2016-03-28 19:46:342023-05-03 16:24:39Auslosung U23 EM TAG 1
In drei Wochen startet nun auch in Europa die Olympia-Qualifikation. Das erste, rein europäische, Quali-Turnier findet von 15. – 17. April im serbischen Zrenjanin statt. Aktuell befinden sich unsere Auswahlmannschaften in den letzten Zügen der Vorbereitung und die Bundestrainer haben ihre Nominierungen für das erste Qualifikationsturnier abgeschlossen.
Im Hinblick auf das zweite Qualifikationsturnier in der Mongolei werden die Nominierungen etwas später bekanntgegeben. Im Vergleich zu den letzten Olympischen Spielen 2012, geht der DRB diesmal mit bereits zwei sicheren Tickets für Rio in die Quali-Turniere.
Dennoch erhofft man beim Deutschen Ringer Bund am Ende auf einer bessere ausbeute als bei der Qualifikation 2012. Man weiß jedoch auch, dass gerade beim ersten Turnier die Trauben sehr hoch hängen. Sportdirektor Jannis Zamanduridis verweist bei dem aktuellen Qualifikationsmodus auf den harten Weg, vor allem für die Europäer. Durch die hohe Leistungsdichte im europäischen Bereich, sind auch auf dem kontinentalen Turnier noch zahlreiche Weltklasseathleten in ausnahmslos jeder Gewichtsklasse vertreten. Jedoch haben die Ergebnisse in jüngster Vergangenheit gezeigt, dass man sich mittlerweile auch vor solch starker Konkurrenz in keiner Weise zu verstecken braucht.
Eine große Auswahl des deutschen Freistil Teams besuchte mit Nationaltrainer Jürgen Scheibe ein U23 Turnier im russischen Kaliningrad. Am Ende sprang mit 5 Medaillen eine durchaus positive Bilanz für ein stark besetztes Turnier heraus. Vor allem einige Medaillengewinner konnten sich mit ihren überzeugenden Leistungen einen Platz bei der U23 Europameisterschaft (https://www.ringen.de/nominierungen-u23-europameisterschaft/) in Bulgarien sichern.
57kg Valentin Seimetz – Platz 3.
61kg Nico Zarcone – Platz 3.
61kg Manuel Wolfer – Platz 11.
65kg Alexander Semisorow – Platz 3.
65kg Vladislav Wagner – Platz 10.
65kg Luca Megerle – Platz 11.
70kg Stefan Käppeler – Platz 13.
70kg David Wagner – Platz 10.
74kg Markus Knobel – Platz 14.
97kg Wladimir Remel – Platz 2.
97kg Ilja Matuhin – Platz 9.
97kg Gennadij Cudinovic Platz 5.
125kg Robin Ferdinand – Platz 3.Sports News | jordan Release Dates
https://www.ringen.de/wp-content/uploads/2016/03/5-Medaillengewinner.jpg24513269Kadir Caliskanhttps://www.ringen.de/wp-content/uploads/2021/12/Drb-1.pngKadir Caliskan2016-03-24 15:05:532023-05-03 16:14:16U23-Turnier in Kaliningrad