Deutsche Meisterschaft weibliche Jugend
Deutsche Meisterschaft 2017 / weibliche Jugend / weiblicher Ringkampf
Deutsche Meisterschaft 2017 / weibliche Jugend / weiblicher Ringkampf
Frankfurt(O.) – Spannungsgeladene Kämpfe erlebten die vielen Zuschauer, Betreuer und Trainer sowie viele mitgereiste Eltern und Verwandte am vergangenen Wochenende in der Sporthalle des Oberstufenzentrums Frankfurt(O.), wo die Deutschen Meisterschaften der Junioren im griechisch-römischen Stil ausgetragen wurden.
Eine starke Medaillenausbeute: mit 3 x Gold, einmal Silber und zweimal Bronze gab es dabei für die Griechisch-Römisch-Ringer aus dem Bundes-Leistungszentrum Frankfurt(O.) bei den ‚heimischen‘ Titelkämpfen.
Jubelnd streckt Alexander Ginc seine Siegerfaust in die Höhe, just in dem Moment, als er seinen Finalgegner Nick Scherer (SV Eschbach 1967) nach kurzer Kampfzeit geschultert hatte. Alexander Ginc (55 kg) kommt vom SAV Torgelow und trainiert gemeinsam mit seinem Bruder Andrej seit 2011 am Leistungszentrum Frankfurt(O.). Und auch der fackelte einen Finalkampf später nicht lange, schulterte Erik Tangel (VfL Wolfhagen) und sicherte sich damit ebenso unter dem Jubel der vielen Freunde, Trainingskameraden und Familienangehörigen den Titel wie sein Bruder kurz vorher, allerdings eine Gewichtsklasse höher, im Limit bis 60 kg. Beide Juniorenringer aus dem Bundes-Leistungszentrum Frankfurt(O.) hatten schon in den Vorrundenbegegnungen souveräne Siege gezeigt und zogen unangefochten ins Finale ein.
Mächtig Anlauf nahm in Frankfurt(O.) auch Lokalmatador Paul Fischer (66 kg(RSV Hansa 90 Frankfurt/O.), der mit großem Kämpferherz bis ins Finale vorstieß. Dort wartete jedoch mit Artur Tatarinov (TV Traunstein) ein Ringer, der auch schon internationale Erfahrungen sammelte und Fischer kurzrundig bezwingen konnte. Tatarinov bot ebenso wie die beiden Ginc-Brüder eine souveräne Turnierleistung, der Ringer vom TV Traunstein verwies Fischer noch in der ersten Runde des Finalkampfes auf den Silberrang.
Die hervorragend organisierte Deutsche Meisterschaft der Junioren, im griechisch-römischen Stil wurde für den gastgebenden RSV Hansa 90 Frankfurt(O.) mit dem letzten Kampf gar noch gekrönt, als der aus Magdeburg stammende Karan Mosebach (74 kg) ebenso einen souveränen Erfolg landete und nach klaren Vorrundensiegen auch den keineswegs schlechten Andrej Kurockin (SC Kleinostheim) noch in der ersten Runde mit technischer Überlegenheit auspunktete. Wie schon in den vorangegangenen drei Kämpfen ließ Mosebach nichts anbrennen und gab wie auch Alexander und Andrej Ginc im gesamten Turnierverlauf keinen, einzigen Kampfpunkt ab.
Im leichtesten Limit setzte sich im nordischen Turnier Jeder gegen Jeden Steven Ecker (ASV Hüttigweiler) durch, der Saarländer holte Gold vor Viktor Hubert (RG Lahr) und Fabian Schetterer (KSV Winzeln), der Bronze gewann.
In einem nervenzehrenden, sehr ausgeglichenen Finalduell sicherte sich Friedrich Fouda (84 kg/ASV Plauen) gegen den starken Arian Güney (KSV Ispringen) den Titel, Felix Kästner (84 kg/KSV Pausa) und Patrick Neumaier (KSV Hofstetten) gewannen das kleine Finale und fischten Bonze aus der Oder.
Im Limit bis 96 kg wurde gleich im ersten Duell ein finalverdächtiger Kampf zwischen dem späteren Titelträger Jan Zirn (KG Baienfurt) und dem Vorjahreszweiten Franz Richter (AVG Markneukirchen) ausgetragen, dass der Württemberger mit 4:1 Punkten für sich entschied und bis zum Finale nichts mehr anbrennen ließ, wo er gegen Maximilian Remensperger (AV Freiburg St. Georgen) mit 3:2 Punkten gewann. Franz Richter und Maximilian Mond (RG Hausen-Zell) setzten sich im kleinen Finale durch und holten Bronze.
Im schwersten Limit war es Paul Schüle (AC Ziegelhausen), der sich nach aufwendigen Vorrundenkämpfen mit einem 10:5 im Finale gegen Bastian Frank ASC Kappel) den Titel sicherte, Artur Schmidt (Greifswalder RV) und Wlad Winkler (ASV Metternich) standen im schwersten Limit auf den Bronzeplätzen.
Insgesamt waren 102 Griechisch-Römisch-Ringer aus allen Teilen Deutschlands nach Frankfurt(O.) gekommen um die Deutschen Meister der Junioren 2017 zu ermitteln. „In der Sporthalle des Oberstufenzentrums, Beeskower Straße wurden gute- und spannende Kämpfe geboten, es war eine Werbung für unseren Sport, der hier in der Odermetropole lange Traditionen hat“, so der Präsident des gastgebenden RSV Hansa 90 Frankfurt(O.), Mario Balzer, der sein Organisationsteam lobte, dass einen schönen Rahmen für diese Titelkämpfe geschaffen hatte.
Viel Lob gab es auch vom Präsidenten des Deutschen Ringer- Bundes Manfred Werner, sowie dem Vizepräsidenten des DRB Günter Maienschein, für den reibungslosen Ablauf. „Es war eine gelungene Meisterschaft, mit angenehmen Umfeld und trotz den Hallenwechsels in schöner Atmosphäre“, bedankte sich DRB-Präsident Manfred Werner bei den Organisatoren um Maik Bitterling. Dem schloss sich auch DRB-Vize Günter Maienschein an, der bis zu den Viertelfinals ein großes Leistungsgefälle sah, dann aber ausgeglichene und spannende Kämpfe erlebte.
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RINGEN – Am Wochenende fanden in Michelstadt die Deutschen Meisterschaften im freien Stil in der Altersklasse der Junioren statt. Insgesamt gingen 141 junge Frauen und Männer auf die Matte um die Besten des Landes zu ermitteln. Die Organisation verlief reibungslos, man denkt allerdings darüber nach im nächsten Jahr die Wettkämpfe bereits wieder am Freitag beginnen zu lassen, da der Samstag mit Kämpfen von den Morgenstunden bis am Abend um 20 Uhr doch für alle Beteiligten einen enormen Kraftakt darstellte. Bei den Juniorinnen gewann der Landesverband Berlin mit sechs Medaillen die Verbandswertung, konnte sich dabei jedoch keinen einzigen Titel erkämpfen. Die meisten Titel holten die Bayern, die mit Ellen Riesterer (48kg), Andrea Grasruck (59kg) und Theresa Edfelder (67kg) gleich drei Deutsche Meisterinnen stellten. Besonders souverän wirkten hierbei Riesterer und Edfelder, die alle ihre Kämpfe vorzeitig beenden konnten, Grasruck siegte im Finale hauchdünn gegen die Favoritin Debora Lawitznak. Bis 44kg erkämpfte sich Celine Mehner (NBD) ungefährdet den Titel, bis 51kg marschierte Annika Wendle (SBD) mit drei Schultersiegen souverän zur Goldmedaille. Auch die amtierende Europameisterin Elena Brugger (SBD) wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und war auf dem Weg zum Titel nicht aufzuhalten. Deutlich knapper ging es bis 63kg zu, Eyleen Sewina (THR) erkämpfte sich im nordischen Turnier zwei knappe Punktsiege und ließ sich den Meistertitel im letzten Duell mit einem Schultersieg dann nicht mehr nehmen. Die meiste Arbeit hatte Steffi Blohm (MEV) auf ihrem Weg zum Deutschen Meistertitel im schwersten Limit bis 72kg. Ebenfalls nordisch ausgetragen, musste sie gleich fünf Gegnerinnen in die Knie zwingen um sich am Ende die Goldmedaille zu sichern.
Bei den Junioren dominierte Bayern mit einer ausgeglichenen Mannschaft die Verbandswertung vor Hessen, Südbaden folgte mit ebenfalls großem Abstand auf Rang 3. Im leichtesten Limit bis 50kg siegte Titelverteidiger und Top-Favorit Horst Lehr (PFZ). Einzig der junge Niklas Stechele konnte ihn bei der 1:5 Niederlage etwas gefährden. Auch dessen Bruder Markus musste sich, wie 2016, mit Silber begnügen. Er unterlag in einem spannenden Finale Ramazan Awtaew (NRW). Die Klasse bis 60kg war enorm ausgeglichen, der Kampf um die Medaillen war ungemein spannend. Yannick Ott hieß am Ende der Sieger, der Hesse musste sich jedoch auf seinem Weg zum Titel gewaltig strecken, vor allem die Konkurrenz aus Bayern und Sachsen verlangte ihm alles ab. Ein Überraschungscoup gelang Tino Rettinger (HES) im Limit bis 66kg. Rettinger, eigentlich noch A-Jugendlicher, zeigte ein tolles Turnier und überraschte damit nicht nur die ältere Konkurrenz. Die Krönung war ein vorzeitiger 13:2 Überlegenheitssieg im Finale. Bis 74kg errang Eduard Tatarinov (BAY) den Titel. Nachdem er 2016 nicht gestartet ist, überzeugte er alle, dass er in den vergangenen Jahren einiges dazu gelernt hat. Nach drei Überlegenheitssiegen, behielt er in einem ereignisarmen Finalkampf mit 3:1 die Oberhand gegen Titelverteidiger Johann Steinforth (SAH). Im nächsten Limit bis 84kg ging es enorm eng zur Sache. Alle Medaillengewinner hätten durchaus den Titel erkämpfen können, am Ende standen jedoch die zwei großen Favoriten auch im Finale. Dort siegte Marius Weiss (SBD) wieder knapp mit 7:4 gegen Dimitri Blayvas (SAS). Das Halbschwergewicht wiederum war eine eindeutige Angelegenheit. Ilja Matuhin vom Luckenwalder SC (BRB) spazierte nahezu durch die Konkurrenz und schickte jeden Gegner mit technischer Überlegenheit von der Matte. Im Schwergewicht gab es leider nur zwei Starter, Marvin Krüger (BLN) sicherte sich Gold vor Jonathan Ettrich.
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In diesem Jahr werden wir auch alle Videos der Deutschen Einzelmeisterschaften nach und nach auf unserem offiziellen YouTube-Kanal (www.youtube.com/drbvideos) hochladen. Wir geben unser Bestes die Videos so zeitnah wie möglich zur Verfügung zu stellen, bitten jedoch um etwas Geduld, sollte ein gewünschter Kampf einmal etwas länger dauern.
Die Finalkämpfe der Junioren Freistil sind bereits Online:
🎞 55kg Markus Stechele (Westendorf) – Ramzan Awtaew (Dellwig)
https://www.youtube.com/watch?v=2g1nwZkDfNo
🎞 60kg Yannick Ott (Hösbach) – Justin Müller (Markneukirchen)
https://www.youtube.com/watch?v=WE-A6vfzsMw
🎞 66kg Tino Rettinger (Mömbris) vs. Leon Gerstenberger (Wurmlingen)
https://www.youtube.com/watch?v=umlvE8Z5GPg
🎞 74kg Eduard Tatarinov (Traunstein) vs. Johann Steinforth (Sudenburg)
https://www.youtube.com/watch?v=1kT0khrO8Tw
🎞 86kg Dimitri Blayvas (Leipzig) vs. Marius Weiss (Triberg)
https://www.youtube.com/watch?v=MXNRoUBKOHw
🎞 96kg Richard Stoll (CAHM) vs Ilja Matuhin (Luckenwalde)
https://www.youtube.com/watch?v=I-SplwqeOqU
🎞 120kg Jonathan Ettrich (Leipzig) – Marvin Krüger (Berlin)
https://www.youtube.com/watch?v=lgrRoyG6YM0
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Sehr geehrte Damen und Herren,
wie bereits angekündigt hat das Präsidium des Weltverbandes aufgrund mehrerer medizinischer Gutachten und aufgrund von Erfahrungen der letzten WM einige Änderungen im Bereich der Altersklasse Veteranen vorgenommen.
Ab sofort gibt es nur noch 5 Altersklassen mit dem Höchstalter von 60 Jahren und die Anzahl der Gewichtsklassen wurde auf 6 Kategorien angepasst. Die Ausschreibung zu den German Masters 2017 wurde dementsprechend angepasst.
Für den Start bei der Veteranen WM sind demnächst neben dem Erwerb der UWW Lizenz auch weitergehende medizinische Untersuchungen im Vorfeld erforderlich. Einzelheiten hierzu werden noch mitgeteilt.
Die Landesverbände werden gebeten diese Informationen entsprechend weiterzugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Karl-Martin Dittmann
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Landesverbände demonstrieren Einigkeit / DRB-Bundesliga steht
Aschaffenburg – Ringen- Gründlich satt haben die Verantwortlichen der Landesorganisationen im Ringen die seit Monaten andauernden Streitigkeiten um den Fortbestand und Strukturen des Mannschaftsringens in Deutschland. Am vergangenen Samstag machte der Deutsche Ringer- Bund in Aschaffenburg ‘Nägel mit Köpfen’ und zurrte die DRB-Bundesliga mit den gemeldeten 21 Teams fest.
von Jörg Richter
Diese 21 Mannschaften werden ab dem 2. September in drei Staffeln die Hauptrunde der Mannschaftsmeisterschaft 2017/2018 ausringen, anschließend ermitteln die besten Teams in den PlayOff’s ab Achtelfinale bis hin zum Finale den Titelträger 2017/2018.
DRB-Präsident Manfred Werner erläuterte eingangs der Beratung den Vertretern der Landesorganisationen, sowie der Erst- und Zweitligavertretungen die für die neue- gemeinsame DRB-Bundesliga gemeldet hatten, den aktuellen Stand und wies auf die unerträgliche Situation hin, die durch den Streit mit den Vereinen, die sich der Gründung einer Deutschen Ringer- Liga verselbstständigen wollten, entstanden war. „Als Dachverband wollen wir die Attraktivität der Bundesliga als Aushängeschild des deutschen Ringkampfsportes wieder erhöhen“, gehört für Werner eine starke Bundesliga, gemeinsam mit den Erfolgen, die zuletzt bei internationalen Einzelmeisterschaften und Olympischen Spielen erzielt wurden, zum Gesamtbild des deutschen Ringkampfsportes.
Die Ausführung wurden auch durch den DRB-Vize Günter Maienschein unterstrichen, der auf die Beratung vom 6. Januar mit den Vertretern der einstigen 2. Bundesliga Nord verwies. „Wir müssen gläserner werden, dürfen nicht nur im stillen Kämmerlein Entscheidungen treffen, müssen Vertrauen zurück gewinnen“, so Maienschein, der damit wohl genau den Nerv der Mannschaften trifft, die angesichts eines verschärften Strafkataloges auf eine Meldung bei der DRB-Bundesliga verzichteten.
Den Selbigen will der DRB nun entschärfen, die ohnehin schwierige Überwachung der angedrohten Budgetüberwachung der Bundesligisten, soll durch eine – für alle nachvollziehbare Punktewertung ersetzt werden, nach der die Ringer zu den jeweiligen Begegnungen eingesetzt werden dürfen.
Insgesamt will der DRB die Entscheidungen nicht mehr mit seiner Stimmenhoheit im Bundesligaausschuss herbei führen, dieses Gremium soll zukünftig mit 2/3-Mehrheit Regularien festlegen.
Ging es für die Vereine bei den Festlegungen von Aschaffenburg vor allem darum, endlich Planungssicherheit für die kommende Saison zu haben, so freute man sich beim DRB-Vorstand, der vollzählig in Aschaffenburg erschienen war, über den Rückhalt aus den Landesverbänden.
„Noch vor einigen Jahren haben wir alle, gemeinsam mit vielen Partnern aus Sport, Politik und Wirtschaft erfolgreich für den Verbleib des Ringkampfsportes im olympischen Programm gekämpft, nun erschüttern Streitigkeiten um die Struktur des Mannschaftsringens unsere schöne Sportart in den Grundfesten“, so Jens Peter Nettekoven, der den Landesverband Nordrheinwestfalen vertrat und damit wohl den Nagel auf den Kopf traf.
Vereinsvertreter, aber auch die Verantwortlichen der Landesorganisationen und nicht zuletzt die Präsidiumsmitglieder zeigten sich erfreut über die einvernehmlichen Diskussionen und bekundeten am Ende auch Zusammenhalt unter dem Dach des DRB. Mit gemeinsamen Arbeitsgruppen und offenen Diskussionen in den Ländern will man dann auch die Vereine wieder erreichen, die sich derzeit innerhalb der Deutschen Ringer- Liga selbst organisieren und vermarkten wollen, aber auch jene Mannschaften, die sich bei all den Unsicherheiten und Streitigkeiten zunächst erst einmal für einen Start in den Ligen unterhalb der DRB-Bundesliga entschieden haben. „Ziel ist es, mit 4 Staffeln zu je 8 Teams die Hauptrunde auszuringen und dabei so attraktiv und ausgeglichen zu sein, dass für unterklassige Mannschaften der Aufstieg in die nunmehr höchste Kampfklasse interessant wird“, blicken Manfred Werner und Günter Maienschein nach unzähligen Telefonaten, Erklärungen und Beratungen der letzten Wochen nun wieder optimistischer in die Zukunft des deutschen Mannschaftsringens.
Terminplanung und Ligeneinteilung
Ligeneinteilung der DRB-Bundesliga für die Saison 2017/2018:
Staffel West
KSV Witten 07
RC Merken
TV Aachen-Walheim
AC Heusweiler
ASV Hüttigweiler
KSV Köllerbach
KV Riegelsberg
Staffel Süd
ASV Urloffen
RKG Freiburg
SV Triberg
TuS Adelhausen
VfL Neckargartach
ASV Mainz 88
SV Alemannia Nackenheim
Staffel Ost
RV Lübtheen
FC Erzgebirge Aue
WKG Pausa/Plauen
TSV Westendorf
SV Johannis Nürnberg
SV Hallbergmoos
SV Wacker Burghausen
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Am 19.11.2016 findet im Krefeld die diesjährige DMM der Frauen statt.

Seite des Veranstalters (mit namentlichen Meldungen): KSV Germania Krefeld
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Foto: Jörg Richter
Am Wochenende fanden die Deutschen Meisterschaften im gr.-röm. Stil in Saarbrücken statt. Das in einem olympischen Jahr alles etwas anders ist, merkte man spätestens beim Blick auf die Meldelisten. Dort fehlten mit Frank Stäbler, Denis Kudla und Eduard Popp alle drei Olymiastarter, sie bereiten sich aktuell auf ihren Saisonhöhepunkt im August in Rio vor und gingen folglich nicht an den Start. Leider kamen auch einige verletzungsbedingte Absagen hinzu, so fehlten beispielsweise Europameister Pascal Eisele oder Ramsin Azizsir und Oliver Hassler. Somit ergab sich fast automatisch eine große Chance für alle jungen Athleten sich in den Vordergrund zu erringen und eine Medaille zu ergattern. Diese Chance konnten auch einige aus der zweiten Reihe nutzen und sorgten mit tollen Leistungen für Aufmerksamkeit, was vor allem die Bundestrainer Michael Carl und Maik Bullmann (Nachwuchs) erfreut zur Kenntnis nahmen.
Von Julian Hemmerich und Jörg Richter
Begeistert zeigte sich auch die Ministerpräsidentin des Saarlandes Annegret Kramp-Karrenbauer, die nach dem Festakt 125 Jahre Deutscher Ringer- Bund vor 14 Tagen, am vergangenen Wochenende erneut bei den Ringern vorbei schaute. „Eine ganz besondere Ehre und Wertschätzung für unsere Sportart“, freute sich DRB-Präsident Manfred Werner, zudem die Ministerpräsidentin auch zahlreiche Siegerehrungen vornahm.
Einer dieser Athleten war der erst 18-jährige Andrej Ginc, der sich im leichtesten Limit bis 59kg bis ins Finale kämpfte. Dort war zwar gegen Titelverteidiger Christopher Kraemer nichts zu holen für den jungen Mecklenburger, dennoch ist die Silbermedaille natürlich ein toller Start im Männerbereich. Wie bereits erwähnt, sicherte sich nach 2015 auch in diesem Jahr der Westendorfer Christopher Kraemer den Titel des Deutschen Meisters. Nur im Auftaktkampf gegen Alexander Grebensikov musste er seinem Gegner Wertungspunkte überlassen, nach dem knappen 3:3 Punktsieg jedoch marschierte er unaufhaltsam Richtung Goldmedaille. Mit 8:0, 10:0 und 8:0 entschied er alle folgenden Duelle vorzeitig für sich.
Deutlich enger ging es da bis 66kg zu. Am Ende konnte sich Mohammed Yasin Yeter durchsetzen und seinen ersten Titel bei den Männern feiern. Nach zwei souveränen Überlegenheitssiegen zu Beginn, war es im Halbfinale Marc Antonio von Tugginger der dem Riegelsberger einen packenden Fight bot. Die beiden Lokalmatadoren schenkten sich nichts, am Ende hatte Yeter beim 1:1 Sieg das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite. Ähnlich knapp ging es am Sonntag im Finale zu. Gegen Michael Widmayer genügte Yeter eine 2er-Wertung, die er anschließend geschickt zum 2:2 Punktsieg über die Zeit brachte.
Ein besonderes Augenmerk lag bei dieser Deutschen Meisterschaft auf den nicht-olympischen Gewichtsklassen wie der bis 71kg. Nachdem der Weltverband jüngst verkündete in diesen Gewichtsklassen in diesem Jahr eine Weltmeisterschaft auszutragen, witterten einige Athleten hier ihre Chance. Einer von ihnen war der Köllerbacher Timo Badusch, der vor eigenem Publikum extra hierfür eine Klasse tiefer an den Start ging als gewohnt. Und Badusch präsentierte sich seinen Saarländern in Topform, nicht einen einzigen Wertungspunkt gestattete er seinen Kontrahenten. 12:0, 9:0 und 10:0, sein Weg ins Finale zeigt deutlich in welch starker Verfassung er an den Start ging. Im Endkampf am Sonntag traf er dann auf Topfavorit Matthias Maasch aus Bayern, doch auch Maasch konnte Badusch nicht stoppen. Ein schöner Wurf und ein Takedown brachten den sicheren 6:0 Punktsieg und den verdienten Titel.
Bis 75kg sicherte sich Florian Neumaier ähnlich souverän die Goldmedaille. Nach zwei deutlichen Auftaktsiegen, ging er im Halbfinale als kampfloser Sieger von der Matte. Das von vielen ersehnte Duell der beiden Topfavoriten fiel aus, da sich Jan Rotter in seinem Viertelfinalkampf an der Schulter verletzte und nicht mehr antreten konnte. Neumaier ließ sich anschließend den Titel nicht mehr nehmen, der junge Karan Mosebach konnte ihm nach toller Turnierleistung im Finale nichts mehr entgegen setzen und unterlag mit 0:10.
Ein kleines Starterfeld gab es in der Gewichtsklasse bis 80kg. Zehn Starter stritten hier um den Titel des Deutschen Meisters. Am Ende setzte sich Fabian Jänicke vom RSV Frankfurt/Oder mit einer richtig starken Leistung durch und holte Gold. Anschließend stellte er seine Ringerstiefel in die Mattenmitte und verkündete somit sein Karriereende bei Einzelmeisterschaften. Auf seinem Weg ins Finale wies er unter anderem Junioreneuropameister Hannes Wagner in die Schranken, der sich mit der Bronzemedaille zufrieden geben musste.
Den nächsten Sieg für einen Lokalmatadoren gab es dann bis 85kg. Jan Fischer nutzte das Fehlen von Denis Kudla und Ramsin Azizsir und sicherte sich ungefährdet die Goldmedaille. Zwei Überlegenheitssiegen am Samstag, folgte am Sonntag ein souveräner 2:0 Punktsieg gegen den jungen Julian Neumaier und folglich ebenfalls der Titel ohne auch nur einen einzigen Wertungspunkt abgegeben zu haben.
Im Halbschwergewicht bis 98kg feierte U23-Europameister Etka Sever einen Favoritensieg. Mit Peter Öhler und Oliver Hassler fehlte hier ebenfalls die härteste Konkurrenz und somit stritten sich mit ihm und Erkan Celik am Sonntag die starken Nachwuchskräfte um den Titel. Im Finale entschied dann Sever Spezialtechnik, die Schleuder, dann den Ausgang. Noch vor der Pause konnte er Celik damit schultern und sicherte sich somit vorzeitig den Titel.
Im schwersten Limit bis 130kg hatte Christian John auf seinem Weg zum Titel schwer zu kämpfen. Vor allem der erst 18-jährige Marc Bonert aus Hessen setzte ihm im Finale schwer zu. Nach überraschendem Rückstand konnte John jedoch den Kampf noch zu einem 5:4 Sieg drehen und sich den erhofften Meistertitel holen. Richtig Eindruck hinterließ mit diesem Finale jedoch der junge Bonert von der RWG, der trotz gewaltigem Gewichtsnachteil lange an der Sensation schnupperte.
Trotz der zahlreichen Ausfälle war es somit am Ende eine gelungene Meisterschaft, die Multifunktionshalle der Hermann-Neudecker-Sportschule bot einen tollen Rahmen und vor allem die jungen Athleten machten Hoffnung für die Zukunft. So zog auch Jannis Zamanduridis am Ende ein positives Fazit: … es waren schöne Meisterschaften, die RG Saarbrücken, mit Ralf Diener als ‚Cheforganisator‘ hat durch die vielen Helfer für einen reibungslosen Ablauf und ein schönes und würdiges Umfeld der Titelkämpfe gesorgt.“ Bundestrainer Michael Carl blickt schon voraus auf die kommenden Olympiazyklen und war hoch erfreut über die starken Leistungen der Juniorenringer: „Was mir vor allem gefallen hat war, dass sich viele junge Ringer, die wir schon für 2020 und 2024 im Fokus haben, bis in die Finalkämpfe geschoben haben.“Sport media | Clothes Online , Shoes Online , Giftofvision
