Stäbler und Kudla im WM-Finale

Frank Stäbler und Denis Kudla lieferten bisher eine überragende WM. Beide DRB Athleten überzeugten von der ersten Runde weg und zogen gemeinsam in die WM-Finals am Abend ab 19 Uhr ein.

Während Stäblerbereits in der Qualifikation ran musste, bei seinem Überlegenheitssieg gegen LEON aber wenig Mühe hatte, genoß Kudla hier noch ein Freilos. Im folgenden 1/16 Finale kam es für Frank allerdings bereits zum direkten Duell der Weltmeister. Frank traf auf Rasul Chunayev (AZE) und somit auf einen der Top-Favoriten. Frank zeigte einen bärenstarken Kampf und beherrschte den Aserbaidschaner über weite Strecken des Kampfes. Zwar konnte Chunayev gegen Ende noch einmal verkürzen, Franks Punktsieg konnte er allerdings nicht gefährden.

Direkt im Anschluss ging es auch für Denis Kudla ins Turnier. 6 Minuten im Vorwärtsgang zermürbte er den Chinesen Shuai HOU und siegte am Ende mit 3:1.

Nach ihrem erfolgreichen Start standen Frank Stäbler und Denis Kudla am Mittag zeitgleich im Achtelfinale. Stäbler hat ein hartes Los erwischt, nach dem Weltmeister im 1/16 Finale wartete nun der Silbermedaillengewinner der diesjährigen EM Pavel Liakh (BLR). Denis Kudla traf auf den Cubaner Daniel Hechavarria. Stäbler bestätigte seine bärenstarke Form und ließ dem Weißrussen keine Chance. Nach 6 Minuten hieß es 7:1 für Frank. Kudla hatte mit Hechavarria deutlich mehr Mühe, nach zweimaligem Rückstand, drehte Denis den Kampf in der letzten Minute zum 2:2 Punktsieg.

Im Viertelfinale heißen die Gegner Mohammad Garaei (IRI) bei Frank und Islam Abbasov (AZE) bei Denis. Zuerst wurden die Duelle bis 71kg ausgetragen und Frank knüpfte nahtlos an seine bisherigen Leistungen an. Am Ende der 6 Minuten zeigte die Anzeigetafel einen verdienten 6:3 Sieg für den Deutschen. Gleich das nächste Duell war dann Kudlas Viertelfinale. Abbasov ist quasi Denis Dauerrivale, seit der Kadetten-Altersklasse und beide Kontrahenten kennen sich sehr gut. Doch an diesem Tag hatte der Aserbaidschaner kein Mittel gegen den starken Kudla parat. Denis marschierte die komplette Kampfzeit und hatte Abbasov jederzeit im Griff. Nach Ablauf der Zeit stand ein, auch in der Höhe verdienter, 4:1 Punktsieg.

In den Semifinals ließen sich die beiden Deutschen die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, hatten sie doch bereits die Topfavoriten ihrer Turnierhälfte aus dem Wettbewerb befördert. Frank traf auf den Moldawier Daniel Cataraga, Denis bekam es mit dem Iraner Hossein Nouri zu tun.

Wieder machte Stäbler den Anfang und konnte erneut einen Weltklassekampf. Bereits in den ersten Sekunden ging Frank in Führung, Cataraga konnte zwar verkürzen, doch nach der Pause kontrollierte Stäbler wieder das Geschehen und siegte mit 4:2 Punkten. Die Freude über den Finaleinzug seines Mannschaftskollegen galt es nun für Kudla auszublenden. Der Verlauf seines Halbfinals belegt, dass das hervorragend gelang. Gegen einen äußerst passiven Gegner sammelte Denis Punkt um Punkt, geriet lediglich am Mattenrand einmal kurz in Bedrängnis und musste einen Punkt abgeben. Das Endergebnis lautete, wie bereits in seinem Viertelfinale, wieder 4:1 und damit zog auch der zweite Deutsche ins Finale ein.

Ergebnisse Tag 1:

71kg – Frank Stäbler
Qual. gegen Luis Alfredo DE LEON (DOM) 9:0 TÜ
1/16 Finale gegen Rasul Chunayev (AZE) 2:1 PS
1/8 Finale gegen Pavel Liakh (BLR) 7:1 PS
1/4 Finale gegen Mohammad Garaei (IRI) 6:3 PS
1/2 Finale gegen Daniel Cataraga (MDA) 4:2 PS

75kg – Florian Neumaier
1/16 Finale gegen Evgeni PYSHKOV (UKR) 2:1 PS
1/8 Finale gegen Karapet Chalyan (ARM) 1:3 PN

85kg – Denis Kudla
1/16 Finale gegen Shuai HOU (CHN) 3:1 PS
1/8 Finale gegen Daniel Hechavarria (CUB) 2:2 PS
1/4 Finale gegen Islam Abassov (AZE) 4:1 PS
1/2 Finale gegen Hossein Nouri (IRI) 4:1 PS

98kg – Oliver Hassler
1/16 Finale gegen Hakbon GU (KOR) 2:3 PN