Nenad Lalović als UWW-Präsident bis 2032 wiedergewählt

United World Wrestling (UWW) Ordinary Congress 2026 at the Presidential Center in Astana, Kazakhstan, on October 23, 2026. Nenad LALOVIC (President of United World Wrestling)

Nenad Lalović bleibt Präsident des internationalen Ringer-Weltverbandes United World Wrestling (UWW). Im Rahmen des ordentlichen UWW-Kongresses am 23. Oktober 2026 in Astana wurde der Serbe einstimmig für eine weitere sechsjährige Amtszeit bis 2032 wiedergewählt. Die Wahl fand unmittelbar vor Beginn der Weltmeisterschaften in der kasachischen Hauptstadt statt. Lalović, der seit 2013 an der Spitze des Weltverbandes steht, trat ohne Gegenkandidaten an. Dennoch wurde eine reguläre Abstimmung durchgeführt, bei der er sämtliche 140 abgegebenen Stimmen erhielt. Das eindeutige Wahlergebnis unterstreicht die breite Unterstützung der nationalen Mitgliedsverbände für die Fortsetzung seiner Präsidentschaft. In seiner Ansprache bedankte sich Lalović bei den nationalen Ringerverbänden und den Mitgliedern des UWW-Büros für das entgegengebrachte Vertrauen. Zugleich betonte er, dass die Athletinnen und Athleten auch künftig im Mittelpunkt der Verbandsarbeit stehen sollen.

Strategische Weiterentwicklung bis 2032

Ein wesentlicher Schwerpunkt der kommenden Amtszeit liegt auf der Umsetzung der neuen UWW-Strategie für die Jahre 2026 bis 2032. Diese sieht insbesondere eine Stärkung des Ringkampfsports an der Basis, zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen, den Ausbau digitaler Angebote sowie eine nachhaltige Organisation internationaler Veranstaltungen vor. Darüber hinaus sollen wirtschaftliche Partnerschaften weiterentwickelt und die internationale Wahrnehmung des Ringkampfsports gestärkt werden. Lalović hob hervor, dass Tradition und Werte des Ringens bewahrt und gleichzeitig neue Entwicklungen aufgegriffen werden müssen, um den Sport langfristig erfolgreich aufzustellen.

Neuwahlen im UWW-Büro

Neben der Präsidentenwahl standen beim Kongress auch sechs Positionen im UWW-Büro zur Wahl. Vier bisherige Mitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt: Fouad Meskout (Marokko), Francisco Lee Lopez (Guatemala), Don Ryan (Kanada) und Ye Zhang (China). Neu in das Führungsgremium gewählt wurden Yerkin Okassov aus Kasachstan und Vladimir Bregovic aus Kroatien. Alle sechs gewählten Mitglieder erhielten ein Mandat für die kommenden sechs Jahre. Pedro Gama Filho aus Brasilien, der nicht erneut kandidierte, wurde zum Ehrenmitglied des UWW-Büros ernannt.

Bedeutung für den internationalen und deutschen Ringkampfsport

Mit der Wiederwahl von Nenad Lalović setzt der Weltverband auf Kontinuität in seiner Führung. Die strategischen Schwerpunkte der kommenden Jahre betreffen auch die Arbeit der nationalen Mitgliedsverbände und damit den Deutschen Ringer-Bund (DRB). Insbesondere die Nachwuchsförderung, die Weiterentwicklung des Frauenringens, moderne digitale Strukturen und die nachhaltige Organisation des Wettkampfbetriebs sind Themen, die auch für die zukünftige Ausrichtung des deutschen Ringkampfsports von Bedeutung sind.

Der Deutsche Ringer-Bund gratuliert Nenad Lalović zu seiner Wiederwahl und wünscht ihm sowie den gewählten Mitgliedern des UWW-Büros eine erfolgreiche Amtszeit und eine weiterhin konstruktive Zusammenarbeit im Interesse des internationalen Ringkampfsports.