Deutscher Ringer-Bund e.V. beschließt Zukunftsmodell für die Bundesliga ab der Saison 2026/2027

Der Vorstand des Deutschen Ringer-Bundes e.V. (DRB) hat das neue Zukunftsmodell für die Ringer-Bundesliga beschlossen. Das Konzept ist Ergebnis eines intensiven Abstimmungsprozesses mit dem Bundesliga-Ausschuss sowie den Bundesligavereinen und wird ab der Saison 2026/2027 verbindlicher Bestandteil der Bundesliga-Struktur.
Nach der konzeptionellen Ausarbeitung wurde das Modell in mehreren Sitzungen des Bundesliga-Ausschusses, dem Vertreter der Bundesligavereine und des DRB angehören, detailliert beraten und weiterentwickelt. Am 30. Januar 2026 wurden alle 20 Bundesligavereine in einem gemeinsamen Online-Meeting einbezogen, um insbesondere den neuen Wettbewerbsmodus nochmals transparent darzustellen, zu diskutieren und final zu justieren.
Zentrales Element des beschlossenen Modells ist ein transparenter, regelbasierter und bewusst asymmetrischer Wettbewerbsmodus, der die strukturellen Unterschiede innerhalb der Bundesliga berücksichtigt und gleichzeitig für eine faire sportliche Vergleichbarkeit sorgt.
Anders als in klassischen Rundensystemen treten nicht alle Mannschaften gegen exakt denselben Gegnerkreis an. Diese bewusst gewählte Asymmetrie folgt klar definierten Regeln und dient dem Ziel, Leistungsunterschiede auszugleichen, ohne sportliche Chancen zu verzerren.
Die Gegnerzuordnung in der Hauptrunde erfolgt über ein transparentes Losverfahren, das auf einer klaren leistungsbezogenen Einteilung basiert. Für die Saison 2026/2027 werden die teilnehmenden Mannschaften in zwei definierte Leistungstöpfe eingeteilt:
  • Topf A (Leistungsspitze): die Bundesligisten der laufenden Saison sowie die Meister der beiden 2. Bundesligen
  • Topf B (weitere gemeldete Teams): alle übrigen fristgerecht gemeldeten Mannschaften
Die Bundesliga wird künftig eingleisig mit 20 Mannschaften geführt. In der Hauptrunde absolviert jedes Team 12 garantierte Kämpfe, die in einer gemeinsamen Tabelle zusammengeführt werden. Die Gegnerzuordnung erfolgt dabei nach dem festgelegten Wettbewerbsmodus: sechs Kämpfe gegen Mannschaften aus Topf A und sechs Kämpfe gegen Mannschaften aus Topf B. Jeder Verein trifft somit auf 12 unterschiedliche Gegner, kein Duell wird innerhalb der Hauptrunde doppelt ausgetragen.
Mit dem beschlossenen Zukunftsmodell setzt der Deutsche Ringer-Bund e.V. bewusst auf Transparenz, Nachvollziehbarkeit und gemeinschaftliche Verantwortung. Der neue Wettbewerbsmodus bildet dabei das zentrale Steuerungselement für eine nachhaltige, faire und attraktive Bundesliga ab der Saison 2026/2027.
Das bisherige Punktelimit wurde abgeschafft. Ziel dieser Entscheidung ist es, den Vereinen größere sportliche Flexibilität zu ermöglichen und den Fokus stärker auf die sportliche Qualität der Begegnungen zu legen. Künftig wird die Bundesliga mit einer festen Mannschaftsstruktur von sechs deutschen und vier ausländischen Ringern pro Kampf ausgetragen. Ein Punktelimit findet dabei keine Anwendung. Unverändert bleibt jedoch die beschlossene Beschränkung auf maximal acht Ausländerlizenzen pro Verein. Mit der neuen Regelung erhalten die Vereine mehr Planungssicherheit in der Kaderzusammenstellung und können ihre sportlichen Konzepte freier gestalten.
Die Endrunde (Playoffs) bildet den sportlichen Höhepunkt der Saison. Die Plätze 1 bis 11 der Hauptrunde qualifizieren sich für die Playoffs und kämpfen in einem klar strukturierten K.o.-System um den Titel.
Die Endrunde umfasst:
  • Qualifikation der Plätze 1 bis 11 der Bundesliga-Hauptrunde
  • Finalrunde mit verkürztem/reduziertem Achtelfinale (3 Begegnungen I Abringen zum Viertelfinale), Viertelfinale (4 Begegnungen), Halbfinale (2 Begegnungen) und Finale (1 Begegnung) jeweils Vor- und Rückkampf
  • Gesetzt in den Playoffs nur Tabellen-Platz 1 und 2 in unterschiedlichen Strängen
  • Sieger der Hauptrunde hat im finalen Strang den möglichen Finalrückkampf
Der Sieger der Playoffs trägt künftig den neuen Titel „DRB Bundesliga Champion“.