Rund einen Monat nach der Europameisterschaft der Männer und Frauen ermittelten vergangene Woche die U23 Athleten ihre kontinentalen Meister in Skopje, Nordmazedonien. Den Startschuss gaben die Freistilringer, wobei Bundestrainer Jürgen Scheibe bis auf die Gewichtsklassen 70 und 125 Kilo eine nahezu volle Mannschaft an den Start schickte. Das junge deutsche Team zeigte teilweise sehr ansprechende Leistungen, blieb am Ende jedoch leider ohne Edelmetall. Zieht man in Betracht, dass viele der Athleten ihren allerersten internationalen Auftritt bei den Männern absolvierten, darf mit der Bilanz von zwei 5. Plätzen durchaus zufrieden sein. Nico Megerle (61kg) und Lars Schäfle (86kg) schrammten knapp an den Medaillenrängen vorbei, doch auch die weiter hinten platzierten Athleten zeigten starke Kämpfe. Gerade Niklas Stechele (57kg) und Ertugrul Agca (97kg) fehlte bei ihren knappen Niederlagen nur das nötige Quäntchen Glück.

Im Anschluss sorgten dann die Frauen für die ersehnte erste Medaille. Lisa Ersel marschierte direkte ins Halbfinale, unterlag jedoch sowohl dort, als auch im kleinen Finale um Bronze. Auch Anne Nürnberger kämpfte sich bis ins kleine Finale vor, doch auch sie landete nach einer Niederlage dort auf Rang 5. Es deutete sich auch bei den Frauen eine Medaillenlose EM an, denn am Donnerstag verlor Anastasia Blayvas (53 kg) ihr Auftaktduell gegen Mariia Vynnyk (UKR) mit 0:6 Punkten, Debora Lawnitzak (62 kg) unterlag gegen Cansu Aksoy (TUR) mit 2:7, während Josefine Purschke (57 kg) mit 4:7 an Othelie Hoeie (NOR) scheiterte. Da Vynnyk, Aksoy und Hoeie im Halbfinale unterlagen und damit das Finale verpassten, konnten die deutschen Damen auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde ins Kampfgeschehen eingreifen und schieden aus dem EM-Geschehen aus.

Doch dann gab es am fünften Wettkampftag doch die erste Medaille für den DRB. Eyleen Sewina (65 kg) erfüllte die Hoffnungen aller im DRB Team und drückte im kleinen Finale ihre Kontrahentin Asli Demir (TUR) auf beide Schultern, nachdem sie bereits klar mit 10:3 in Führung lag.

Der Abschluss am Wochenende gebührte mal wieder den griechisch-römisch Athleten. Zum Start bekamen es Andrej Ginc und Franz Richter direkt mit alten Bekannten zu tun. Ginc konnte sich leider für seine Niederlage bei der Männer-EM revanchieren und scheiterte erneut am Georgier Abuladze, auch Franz Richter musste nach zwei souveränen Siegen dem Russen Laptev den Vortritt ins Finale lassen. Leider war im kleinen Finale das Glück dann nicht auf der Seite von Richter. Mit 5:4 unterlag er dem Ungarn Vittek denkbar knapp und verpasste Edelmetall. Auch Erik Löser konnte nicht in die Finalkämpfe einziehen, er unterlag nach sehr starkem Kampf knapp mit 2:4 gegen Alexandrin Gutu (MDA). Zum Abschluss starteten Idris Ibaev (72kg) und Patrick Neumaier (97kg) für den DRB. Doch beide mussten sich erstmal geschlagen geben. Ibaev unterlag zum Auftakt gegen Kulyk (UKR) mit 1:5, rückte nach dessen Finaleinzug jedoch in die Hoffnungsrunde. Neumaier zeigte einen starken Auftaktkampf und hielt von Euw (SUI) in Schach, scheiterte jedoch in der nächsten Runde an Katsanashvili (GEO), ihm blieb jedoch ebenfalls die Hoffnungsrunde. Dort konnten beide wieder überzeugen, Neumaier siegte souverän gegen Smetko (CRO), Ibaev schulterte Kajtan (HUN) mit einem sehenswerten Kopfzug und stand somit im kleinen Finale um Bronze. Neumaier hingegen verpasste den Finalkampf, er unterlag gegen Markus Ragginger (AUT) mit 2:3.

So verblieb es Idris Ibaev die zweite Medaille für den DRB zu erkämpfen. Gegen Martun Badalian (BLR) gelang ihm ein 4:0-Punktsieg und somit Bronze für den jungen Burghausener.