Richter siegt beim Pytlasiński-Memorial – Silber für Papi
Warschau – Mit einer Gold- und einer Silbermedaille sowie zwei fünften Plätzen hat das deutsche Team im griechisch-römischen Stil das 69. Władysław-Pytlasiński-Memorial in Warschau abgeschlossen. Das international stark besetzte Turnier am 26. und 27. August war für die DRB-Auswahl ein wichtiger Härtetest auf dem Weg zu den kommenden Weltmeisterschaften.Für das sportliche Ausrufezeichen aus deutscher Sicht sorgte Franz Richter in der Gewichtsklasse bis 130 kg. Richter präsentierte sich über den gesamten Turnierverlauf in guter Verfassung und blieb ungeschlagen. Nach einem deutlichen 8:0 zum Auftakt gegen einen polnischen Kontrahenten setzte er sich anschließend zweimal mit 3:1 gegen den Litauer Mantas Knystautas durch – zuletzt im Finale. Damit sicherte sich Richter verdient den Turniersieg. Die offizielle Ergebnisliste führt ihn auf Rang eins.
Auch Abdolmohammad Papi (60 kg) überzeugte in Warschau. Zum Auftakt setzte er sich im deutschen Duell mit 8:0 gegen Niklas Nimtz durch. Es folgten zwei umkämpfte Siege gegen Gegner aus Armenien (7:5) und Kirgisistan (8:6). Erst im Finale musste sich Papi dem Armenier Suren Aghajanyan geschlagen geben und gewann damit die Silbermedaille.
Knapp an einer weiteren Medaille vorbei schrammte Anton Vieweg (97 kg). Nach Siegen gegen Australien und Schweden unterlag er zunächst dem späteren Finalisten Uros Krstin aus Serbien. Im Kampf um Bronze musste sich Vieweg dem Finnen Arvi Savolainen mit 1:5 geschlagen geben und belegte Platz fünf. Darius Kiefer erreichte in derselben Gewichtsklasse nach zwei Siegen Rang sieben.
Ebenfalls den fünften Platz erreichte Patrick Neumaier (130 kg). Nach mehreren engen Begegnungen stand Neumaier im Kampf um Bronze, in dem er dem Finnen Elias Kuosmanen beim 1:1 aufgrund der Wertungskriterien unterlag. Damit standen mit Richter und Neumaier gleich zwei deutsche Schwergewichtler unter den besten Fünf.
In der Gewichtsklasse bis 77 kg waren Samuel Bellscheidt und Idris Ibaev für Deutschland am Start. Im direkten Aufeinandertreffen setzte sich Bellscheidt mit 3:1 durch. In der Endabrechnung belegte Bellscheidt Platz elf, Ibaev wurde 19.
Für das deutsche Griechisch-römisch-Team war das gut besetzte Turnier damit ein gelungener Meilenstein auf dem Weg zur WM nach Astana. Neben den beiden Medaillen lieferten die deutschen Athleten zahlreiche intensive internationale Kämpfe und wichtige Erkenntnisse für die letzte Phase der WM-Vorbereitung.





