Erfolgreiches Aline-Rotter-Focken-Turnier in Gersweiler

Mehr als 200 Nachwuchsringerinnen aus vier Nationen sorgen für ein gelungenes Turnierwochenende

Saarbrücken – Das dritte Aline-Rotter-Focken-Turnier am 12. und 13. September 2026 war ein voller Erfolg. Erstmals wurde die Veranstaltung im Sportzentrum Gersweiler in Saarbrücken ausgetragen. Der Deutsche Ringer-Bund organisierte das Turnier gemeinsam mit dem Saarländischen Ringer-Verband, der RG Saarbrücken sowie dem DRB-Jugend- und Frauenreferat.

Mehr als 200 Nachwuchsringerinnen aus Deutschland, Großbritannien, Österreich und der Schweiz gingen in den Altersklassen U11, U14, U17 und U20 auf die Matte. Einige Teilnehmerinnen nahmen eine besonders lange Anreise auf sich. Eine Gruppe aus Niederösterreich war nahezu zehn Stunden unterwegs, um bei der Veranstaltung dabei sein zu können.

Erstmals gehörte auch die Altersklasse U20 zum Programm. Diese war noch vergleichsweise klein besetzt, soll sich in den kommenden Jahren jedoch weiter etablieren. Insgesamt zeigten die jungen Athletinnen engagierte Kämpfe und machten deutlich, wie positiv sich der weibliche Ringernachwuchs entwickelt. Auch das sportliche Niveau des Turniers steigt von Jahr zu Jahr.

Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme der Olympiasiegerin und Weltmeisterin Aline Rotter-Focken sowie der EM- und WM-Bronzemedaillengewinnerin Elena Brugger. Beide verbrachten den Wettkampftag in der Halle, verfolgten die Kämpfe und nahmen sich viel Zeit für die Nachwuchssportlerinnen. Fast zwei Stunden lang schrieben sie Autogramme und beantworteten anschließend die zahlreichen Fragen der jungen Athletinnen.

Historischer Moment in Tokio: Aline Rotter-Focken betrachtet ihre Goldmedaille. Mit ihrem Olympiasieg in der Gewichtsklasse bis 76 Kilogramm gewann sie als erste deutsche Ringerin eine olympische Medaille – und gleich Gold. – Foto: Kadir Caliskan

Am Sonntag wurde das Turnierwochenende mit einer gemeinsamen Trainingseinheit und einer weiteren Fragerunde abgeschlossen. Rund 90 Nachwuchsringerinnen nutzten die Gelegenheit, mit Aline Rotter-Focken und Elena Brugger zu trainieren und von ihren Erfahrungen aus dem Spitzensport zu profitieren.

„Es macht mir eine Riesenfreude zu sehen, wie sich das Frauenringen entwickelt und wie viele Mädchen diesen Sport und die Leidenschaft auf der Matte lieben. Ich liebe es, an die Basis zurückzukommen, Talente zu entdecken und zu beobachten, was aus ihnen in den nächsten Jahren wird“, erklärte Aline Rotter-Focken.

Das erfolgreiche Wochenende zeigte erneut, welchen wichtigen Beitrag das Aline-Rotter-Focken-Turnier zur Förderung des Mädchen- und Frauenringens leistet. Es bietet jungen Talenten nicht nur wertvolle Wettkampferfahrung, sondern auch die Möglichkeit, ihre sportlichen Vorbilder persönlich kennenzulernen.

Das Turnier soll künftig weiterreisen und an wechselnden Orten stattfinden. Vereine, die Interesse an der Ausrichtung der nächsten Ausgabe haben, können sich bei DRB-Frauenreferentin Mandy Hemberger unter m.hemberger@ringen.de bewerben.