EM in Novi Sad (SRB) / Tag 2 und 3

Novi Sad – Bei den Europameisterschaften der Männer und Frauen, die derzeit in Novi Sad (SRB) ausgetragen werden, erkämpfte Nina Hemmer (AC Ückerath) am 2. Wettkampftag Bronze.

Nina HemmerNina Hemmer, die auch schon im Vorjahr in Riga (LAT) mit EM-Bronze glänzte, bezwang im Viertelfinale Fikriye Gok (TUR) durch einen Schultersieg. Im Halbfinale führte die Ringerin aus dem Leistungszentrum Ückerath gegen die U-23-Europameisterin des Vorjahres Natalya Malyschewa (RUS), doch die russische Ringerin kämpfte sich noch einmal heran und riss den Sieg mit 5:4 Wertungspunkten noch aus dem Feuer. Damit zog Malyschewa ins Finale um Gold ein, Nina Hemmer stand am Abend der Lokalmatadorin Ana Randelowitsch gegenüber, gegen die sie schon nach 30 Sekunden mit 5:0 führte. Noch in der ersten Runde der Begegnung machte die Ringerin aus Ückerath den Sack mit einem Sieg durch technische Überlegenheit zu. „Ich habe von Kampf zu Kampf gedacht, selbst gegen Mayschewa war es ziemlich knapp – gegen die habe ich vor kurzem noch klar verloren“, war Nina Hemmer mit ihrer Leistung zufrieden.

Auch Anna Schell (75 kg/RLZ Aschaffenburg) stand im Kampf um Bronze, den sie am 3. Wettkampftag der Europameisterschaft in Novi Sad allerdings gegen Swetlana Saenko (MDA) mit 3:8 Punkten verlor. Dabei meinte es das Losverfahren gut mit der Aschaffenburgerin, die nach ihrer knappen 1:2-Niederlage gegen die Titelverteidigerin Zsanett Nemeth (HUN) bereits im kleinen Finale um Bronze stand.

Sieg und Niederlage gab es am zweiten Wettkampftag in den Vorrundenkämpfen für Alexander Semisorov (65 kg/RV Rümmingen 03). In seiner Auftaktbegegnung setzte sich der DRB-Starter gegen den Armenier Narek Sirunyan mit 11:0 Punkten, noch vor Ablauf der sechsminütigen Kampfzeit durch, im Viertelfinale zog Semisorow gegen Zurabi Iakobischwili (GEO) mit 2:4 Punkten den Kürzeren und schied aus, da der Georgier das Finale verfehlte.

Nur einen Kampf bestritt Georg Stark (97 kg/ASV Mainz 88), den der deutsche Halbschwergewichtler gegen Elizbar Odikadze (GEO verlor. Lange liebäugelte Stark noch mit einer Hoffnungsrunden-Teilnahme, erst im Halbfinale unterlag der Georgier dem Türken Riza Yildirim (TUR), damit war auch Georg Stark aus dem Rennen.

Mit Manuel Wolfer (61 kg/RG HausenZell), Martin Obst (74 kg/1. Luckenwalder SC) und Sandra Paruszewski (55 kg/AV Sulgen)  schieden weitere drei DRB-Ringer am dritten Wettkampftag aus.
Sandra Paruszewski triumphierte zunächst über Lenka Martinakova (CZE), verlor danach ihren Kampf gegen Alyona Kolesnik (AZE), die das Finale verfehlte. Damit konnte Sandra Paruszewski auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde ins Wettkampfgeschehen eingreifen.

Bei den Männern machte Manuel Wolfer (61 kg/RG Hausen-Zell) zwei Kämpfe, der Südbadener unterlag zunächst dem international erfahrenen Akhmet Chakaev (RUS), der das Finale erreichte. Auch der Hoffnungsrundenkampf gegen Abdi Zurnaci (TUR) ging für Wolfer nach tapferer Gegenwehr mit 0:3 Wertungspunkten knapp verloren.
Gar nicht in den Kampf kam Martin Obst, der gegen Zelimkhan Khadjiev (FRA) noch in der ersten Runde des Achtelfinalduells Duells mit 0:10 Punkten verlor.

Tim Müller (70 kg/ASV Mainz 88), sowie Aline Focken (69 kg/KSV Krefeld) und Laura Mertens (AC Ückerath) sind am Freitag die letzten, deutschen Hoffnungsträger im Freistil der Männer und bei den Frauen, bevor am Samstag und Sonntag die Griechisch-Römisch-Spezialisten den Schlusspunkt hinter die Europameisterschaften in Novi Sad setzen.

jr