Deutscher Ringer-Bund feiert seine Olympia-Helden

Ehrungsabend im Steinheimer Hotel Forsthof mit zahlreichen Gästen

Im Steinheimer Hotel Forsthof im Landkreis Ludwigsburg hat der Deutsche Ringer-Bund (DRB) sein erfolgreiches Olympia-Team geehrt. Die DRB-Auswahl um die Olympia-Siegerin Aline Rotter-Focken wurde in einem feierlichen Rahmen ausgezeichnet.

„Alle unsere sieben Olympia-Starter haben die deutschen Farben und die des DRB hervorragend vertreten. Die drei Medaillen sind für uns besonders wertvoll“, sagte DRB-Präsident Manfred Werner aus Veitshöchheim in seiner Rede vor den zahlreich erschienenen Gästen. „Wir haben in den vergangenen Jahren nicht alles, aber doch sehr vieles richtig gemacht. Unsere Sportler haben dem Ringkampfsport in Deutschland einen großen Dienst erwiesen“, so das Fazit des langjährigen Präsidenten, der bei der DRB-Tagung im November in Bad Mergentheim nach 16-jähriger Amtszeit nicht mehr kandidieren wird. Für Gänsehautmomente sorgte ein Olympia-Rückblick, der von UWW-Fotograf Kadir Caliskan zusammengestellt wurde und unter großem Beifall nochmals die Highlights der Wettkämpfe dokumentierte.

Gefeiert wurde im Rahmen der Veranstaltung die Olympia-Siegerin Aline Rotter-Focken, die im Limit bis 76 Kilogramm souverän die Goldmedaille erkämpfte und nach Ende ihrer erfolgreichen Karriere nun zukünftig als Leistungssport-Koordinatorin im Verband arbeiten wird. Im Namen aller Athletinnen und Athleten bedankte sich Rotter-Focken beim Präsidium, den Trainern, Betreuern und Sponsoren, hier besonders beim neuen DRB-Hauptsponsor Birtat aus Murr, der vom Vize-Präsidenten Cihan Karaman vertreten wurde. Ausgiebig gewürdigt wurden auch die beiden Bronzemedaillengewinner im griechisch-römischen Stil, Frank Stäbler (Musberg/67 kg) und Denis Kudla (Nackenheim/87 kg). DRB-Ehrenmitglied und Sponsor Helmut Franger (Ketsch) ließ es sich nicht nehmen und überreichte den Medaillengewinnern eine Prämie für die gezeigten Leistungen: „Mit drei Medaillen hatte ich nicht gerechnet, dies ist ein herausragendes Ergebnis“, freute sich Franger, der die Kämpfe zuhause am Bildschirm verfolgte. Sowohl Helmut Franger als auch Cihan Karaman erhielten als Dankeschön jeweils eine Fahne des Olympia-Teams, welche von allen Athleten und Trainern unterschrieben wurde.

Gewürdigt wurde von Manfred Werner auch das große Engagement von Antonio Silvestri. Der 49-jährige Murrer war als Kampfrichter-Chef des Weltverbandes UWW während der kompletten Wettkämpfe vor Ort und für die Einteilung sämtlicher Mattenduelle verantwortlich. „Mit Antonio hat der Weltverband einen absolut fähigen Mann in dieser wichtigen Position. Die stetig steigende Qualität im internationalen Kampfrichterbereich in den zurückliegenden Jahren ist vor allem den zahlreichen Ausbildungsmaßnahmen von Antonio zu verdanken“, war Werner voll des Lobes. Auch die sehr guten Leistungen der beiden Kampfrichter Uwe Manz (Bönen), der in Tokio bereits seine dritten Olympischen Spiele bestritt und des neuen DRB-Kampfrichterreferenten Jeffrey Spiegel (Niedernberg) wurden vom DRB-Präsidenten gewürdigt. „Bei den Kampfrichtern sind wir seit Jahren Weltspitze“, so Werner.

Bereits am Nachmittag fand auf dem Dorfplatz der Gemeinde Murr eine Autogramm-Stunde statt, die Silvestri in Zusammenarbeit mit Bürgermeister Torsten Bartzsch organisiert hatte. Zahlreiche Kinder und Jugendliche nutzten die Gelegenheit und sicherten sich die Unterschriften der anwesenden Olympia-Teilnehmer. (rai)