Trauer um Freistilringer Ahmet Cakici
Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod von Ahmet Cakici erfahren. Mit ihm verliert der deutsche Ringkampfsport einen außergewöhnlichen Sportler, erfolgreichen Trainer und eine prägende Persönlichkeit, die über Jahrzehnte eng mit dem Ringen verbunden war.
Ahmet Cakici war insbesondere mit dem AC Bavaria Goldbach eng verbunden. Dort entwickelte er sich zu einem der erfolgreichsten Freistilringer seiner Zeit und prägte als Athlet eine erfolgreiche Ära des Vereins entscheidend mit.
Auch im Trikot der deutschen Nationalmannschaft schrieb Cakici Ringkampfgeschichte. Sein größter internationaler Erfolg war der Gewinn der Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften 1989 im schweizerischen Martigny in der Gewichtsklasse bis 68 Kilogramm. Bereits 1984 verpasste er bei den Europameisterschaften in Jönköping als Vierter nur knapp eine Medaille. Insgesamt vertrat Cakici Deutschland bei zwei Weltmeisterschaften sowie fünf Europameisterschaften und gehörte über viele Jahre zu den Leistungsträgern der Nationalmannschaft.
Auf nationaler Ebene gehörte Ahmet Cakici über viele Jahre zur absoluten Spitze des deutschen Ringens. Er gewann fünf Deutsche Meistertitel im Freistil (1984, 1986, 1988, 1989 und 1995). Seine Erfolge errang er zunächst für den AC Bavaria Goldbach und später für den KSV Germania Aalen.
Nach seiner aktiven Laufbahn begann eine ebenso erfolgreiche Trainerkarriere. Beim KSV Germania Aalen prägte Cakici als Cheftrainer eine außergewöhnliche Erfolgsära und führte den Verein zu mehreren Deutschen Mannschaftsmeisterschaften. Anschließend war er unter anderem beim TSV Dewangen, ASV Mainz 1888 sowie zuletzt bei der RWG Mömbris-Königshofen tätig. Mit seinem Fachwissen, seiner Leidenschaft und seinem Gespür für Athleten entwickelte er zahlreiche Ringer weiter und genoss weit über die Vereinsgrenzen hinaus höchste Anerkennung.
Sein Spitzname „die Katze“ war dabei weit mehr als nur ein Beiname. Er stand sinnbildlich für seine außergewöhnliche Beweglichkeit, Schnelligkeit und Reaktionsfähigkeit auf der Matte. Diese Eigenschaften machten Ahmet Cakici zu einem der spektakulärsten Freistilringer seiner Zeit und zu einem Vorbild für viele Generationen von Sportlern.
Mit Ahmet Cakici verliert der deutsche Ringkampfsport nicht nur einen erfolgreichen Athleten und Trainer, sondern einen Menschen, der das Ringen mit Leidenschaft, Herzblut und unermüdlichem Einsatz gelebt hat.
Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Familie, seinen Angehörigen, seinen Freunden sowie bei allen Wegbegleitern.






