Nao Kusaka (SV Germania Weingarten)

Spannender Auftakt zum Finale – Burghausen nimmt knappen Vorsprung mit
Vor knapp 2.000 Zuschauern in der ausverkauften GrubArena in Weingarten lieferten sich die beiden Finalisten SV Germania Weingarten und SV Wacker Burghausen einen hochklassigen und dramatischen Auftakt im Finale um die Deutsche Mannschafts-Meisterschaft 2025/26.

In einem über weite Strecken völlig offenen Duell behielt der Gast aus Burghausen am Ende hauchdünn mit 12:11 die Oberhand und sicherte sich damit einen denkbar knappen Vorsprung für den Rückkampf am kommenden Samstag, den 7. Februar, in Burghausen.

Burghausen dominiert die erste Halbzeit
Die Gäste erwischten den besseren Start und entschieden die erste Halbzeit für sich. Zum Auftakt im 61-kg-Limit Freistil setzte sich Burghausens Gulomjon Abdullaev in einem engen Kampf knapp mit 4:2 gegen DRB-Athlet Horst Lehr durch.

Im Anschluss sorgte Eduard Popp für den Ausgleich aus Weingartener Sicht: Der Ex-Olympionike gewann seinen Kampf gegen Alex Michel Kessidis mit 2:1 und brachte einen Mannschaftspunkt auf das Konto der Gastgeber.
Burghausen antwortete jedoch eindrucksvoll. Christopher Kraemer ließ Janis Heinzelbecker in der 66-kg-Klasse keine Chance und sicherte mit einem 18:0-Sieg durch technische Überlegenheit vier Mannschaftspunkte. Auch Erik Thiele präsentierte sich technisch stark und gewann gegen Mohammad Ali Umkhadjiev mit 12:1, was weitere drei Punkte für die Gäste bedeutete.
Für Weingarten konnte Vasyl Shuptar mit einem 5:0-Erfolg gegen Magomed Kartojev noch zwei Mannschaftspunkte holen. Zur Pause führte Burghausen somit mit 8:3.
Weingarten dreht auf – Finale bleibt offen

Die zweite Halbzeit gehörte klar den Gastgebern. In der 86-kg-Klasse Griechisch-Römisch ließ Florian Neumaier Roland Schwarz beim 4:0-Sieg keine Chance und verkürzte auf 5:8.
In der Gewichtsklasse 75 kg A Gr.-Röm. lieferten sich Louis Lay und Witalis Lazovski einen Kampf auf Augenhöhe, den der Burghauser Ringer mit 1:1 aufgrund der letzten Wertung entschied. Die Wende leitete anschließend der erst 18-jährige Manuel Wagin ein: Der gebürtige Darmstädter überzeugte im 80 kg Freistil mit einem starken 2:0-Erfolg gegen Mohammad Mottaghinia und holte wichtige Punkte für Weingarten.
Im 75 kg B Freistil musste Marcel Wagin gegen den schnell agierenden Iszmail Muszukajev eine 0:3-Niederlage hinnehmen, ehe die Halle beim letzten Kampf endgültig explodierte: Olympiasieger Nao Kusaka zeigte im 80 kg Gr.-Röm. einen überragenden Auftritt, dominierte Idris Ibaev mit 20:5 technisch überlegen und holte vier Mannschaftspunkte. Damit verkürzte Weingarten den Rückstand von 7:12 auf 11:12 – der Endstand.
Alles offen vor dem Rückkampf

Mit diesem knappen Ergebnis ist weiterhin alles offen. Beide mehrfachen deutschen Meister haben im Rückkampf die Chance auf den Titel. Der Showdown am 7. Februar in Burghausen verspricht erneut hochklassigen Ringkampfsport und maximale Spannung.