Kleinostheim, Mainz, Schorndorf und Burghausen im Halbfinale

Die Halbfinalisten der Saison 2022/2023 in der DRB-BIRTAT-Ringerbundesliga stehen fest. SC Siegfried Kleinostheim, ASV Mainz 88, ASV Schorndorf und SV Wacker Burghausen heißen die Teams, die sich in den Playoff-Viertelfinals durchsetzen konnten und weiterhin vom Titel träumen dürfen. Bereits am 21. und 28. Januar werden die Halbfinals ausgerungen. Die Warriors aus Kleinostheim treten gegen den ASV Mainz 88 an. Der ASV Schorndorf trifft auf den Serienmeister SV Wacker Burghausen.

SC Kleinostheim – Red Devils Heilbronn 18:13 (12:12) (Einzelergebnisse)
Erstmals in der Vereinshistorie zieht der SC Siegfried Kleinostheim in die Runde der letzten Vier ein. Vor 1000 Zuschauern in der Kleinostheimer Maingauhalle besiegten die Warriors die Red Devils aus Heilbronn mit 18:13. Vorausgegangen war ein 12:12-Unentschieden aus dem Vorkampf. Unter den Augen des dreifachen Weltmeisters Frank Stäbler machten die Gastgeber mit drei technisch-überlegenen Siegen nach der Halbzeit alles klar. Die Heilbronner hatten nicht das volle Potential ausschöpfen können und mussten das Fehlen von Europameister Robert Attila Fritsch kompensieren.  Die Mannschaft von Trainer Adam Juretzko konnte zwar fünf von zehn Einzelbegegnungen gewinnen, doch die Kleinostheimer punkteten vier Mal mit der maximalen Ausbeute von vier Mannschaftspunkten.  Magomed Ramazanov (gegen den 40kg-schwereren, jedoch stilartfremd ringenden Olympioniken Eduard Popp), Christoph Henn, Alexandrin Gutu und Zelimkan Abakarov brachten den Warriors 16 Punkte ein. Auch Kleinostheims Kapitän Pascal Eisele trug mit seinem 7:1-Sieg gegen den Deutschen Meister Marius Braun zum historischen Erfolg bei. Vor den letzten beiden Begegnungen im 75kg-Limit war die Entscheidung schon gefallen. Die Heilbronner konnten sich wieder einmal auf ihren Ringertrainer Adam Juretzko verlassen, der mit über 50 Jahren einen 4:1-Sieg gegen Artur Tatarinov beisteuerte. Auf Seiten Kleinostheims hatte Saba Bolaghi beim seiner 4:8-Niederlage gegen Heilbronns Gamzatgadzsi Halidov nach über einem Jahr Zwangsverletzungspause aufgrund eines schweren Motorradunfalls ein beeindruckendes Comeback vorzuweisen.

ASV Mainz 88 – KSC Hösbach 13:13 (14:12) (Einzelergebnisse) (Bilder)
Dramatik pur in Mainz: Erst im letzten Kampf des Abends sicherte sich der Deutsche Vizemeister den Einzug ins Halbfinale. Der KSC Germania Hösbach verlangte den Mainzern alles ab und stand am Ende mit leeren Händen dar. Dabei hatten die Hösbacher mit sechs Einzelsiegen, darunter Haase gegen Fallacara (1:1), Öhlen und Sahakyan (beide technisch-überlegene Siege gegen Shabazyan) und Mnatsakanians knappes 1:1 gegen den Yilmaz beisteuerte.  Besonders Deml und Klasner stachen auf der Seite der Vikings heraus. Deml besiegte Dudarov aufgrund der letzten Wertung mit 3:3 und Klasner überraschte mit einem 5:1-Sieg gegen den amtierenden Weltmeister im 82kg-Limit Akbudak. Den Mainzer Halbfinaleinzug ebneten Bujiashvili (18:1 gegen Temirzhanov), Semisorow (9:0 gegen Dorn) und Karem, den die Hösbacher kampflos herschenkten. Im letzten und entscheidenden Kampf behielt Kuramagomedov gegen Müller die Oberhand und ließ bei seinem 7:0-Sieg die Mainzer jubeln. Die 88er müssen sich im Halbfinale mit dem SC Siegfried Kleinostheim messen. Der Halbfinalvorkampf findet am kommenden Samstag, den 21. Januar in Mainz statt. Den Rückkampf (28. Januar) planen die Kleinostheimer aktuell in der Aschaffenburger f.a.n Arena.

Iuri Lomadze vs. Timo Badusch / Foto Iris Bauer

KSV Köllerbach – ASV Schorndorf 11:15 (8:14) (Einzelergebnisse) (Bilder)
Der KSV Köllerbach musste einen Fünfpunktevorsprung aus dem Vorkampf gegen den ASV Schorndorf wett machen, um ins Halbfinale einzuziehen. Vor 690 Zuschauern hielt der KSV Köllerbach zwar nach fünf Kämpfen die Begegnung offen, doch der ASV Schorndorf ließ keinen Zweifel an einer Überraschung zugunsten der Köllerbacher. Schwergewichtler Khotsianivskyi, Kinsinger, Öhler und Kinsinger konnten einen 8:7-Halbzeitstand für die Saarländer erkämpfen. Mit der knappen Führung zur Halbzeit konnten die Spartaner aus Schorndorf gut leben, zumal in der zweiten Hälfte Lomadze und Mukubu zwei hohe Siege einfuhren, die in Verbindung mit dem Vorkampfergebnis den Einzug ins Halbfinale zu keinem Zeitpunkt gefährdeten.

SV Wacker Burghausen – AC Lichtenfels 18:8 (17:8) (Einzelergebnisse)
Auch im zweiten Duell der bayerischen Vertreter ließ der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister SV Wacker Burghausen nichts anbrennen und besiegte, ähnlich wie im Vorkampf, den AC Lichtenfels deutlich mit 18:8. Burghausen bot mit Schmitt, Egorov, Krämer, Muszukajev, Lazovski, Dakiev, Ibaev, Azizsir und Tatarinov eine starke Mannschaft auf, die sieben von zehn Begegnungen für sich entschieden. Der Serienmeister trifft nun auf den ASV Schorndorf. Anpfiff für den Hinkampf ist am Samstag, den 21. Januar um 19:30 Uhr in Schorndorf. Am 28. Januar empfängt Burghausen die Spartaner zum Rückkampf.