Knappe Kämpfe sorgen für Spannung in den Rückkämpfen

Die Viertelfinal-Vorkämpfe der DRB-BIRTAT-Bundesliga waren eng umkämpft und von Attraktivität und Spannung geprägt. Dabei hat der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister SV Wacker Burghausen, der im Bayernduell beim AC Lichtenfels mit 18:7 seiner Favoritenstellung gerecht wurde, die besten Chancen, ins Halbfinale einzuziehen. Auch der ASV Schorndorf, der vor 850 Zuschauern dem mehrmaligen Meister KSV Köllerbach ein 14:9 abluchste, hat gute Karten, den Schritt unter die letzten Vier zu schaffen. Die Red Devils Heilbronn und der SC Siegfried Kleinostheim stellen am kommenden Samstag die Anzeigetafel auf null, denn beide Teams trennten sich nach zehn Einzelkämpfen auf der Heilbronner Matte 12:12 Unentschieden. „Eine Werbung für den Ringkampfsport“ bezeichnete DRB-Präsident Jens Nettekoven das Aufeinandertreffen im Rhein-Main-Derby zwischen dem KSC Germania Hösbach und dem Traditionsclub ASV Mainz 88. Die 88er gewannen bei den Vikings mit 14:12 und gehen mit einem hauchdünnen Zweipunktevorsprung in den Rückkampf.

AC Lichtenfels – SV Wacker Burghausen 8:17

Der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister SV Wacker Burghausen überlies beim AC Lichtenfels nichts dem Zufall und bot eine starke Truppe auf. Davidovi, Lazovski, Muszukajev, Widmayer, Umarpashaev, Thiele hießen die Sieger für den Serienmeister. Während die Eagles in der Gewichtsklasse bis 57kg keinen Ringer aufstellten, punktete Lichtenfels in vier Kämpfen. Hannes Wagner stach mit seinem 6:0-Sieg gegen Roland Schwarz heraus.

Tendenz Rückkampf:

Burghausen empfängt Lichtenfels mit einem Neunpunktevorsprung auf eigener Matte und dürfte so gut wie sicher ins Halbfinale einziehen.

ASV Schorndorf – KSV Köllerbach 14:9      

Vor 850 Zuschauer in Schorndorf punkteten Cetin, Vangelow, Kudrynets, Lomadze, Göktas und Krahmer und trugen zum Sieg gegen den KSV Köllerbach bei. Auf Köllerbacher Seite konnten Kamal, Shyyka, Kirov und Bataev die Siege einfahren. Während Schorndorf die Einzelkämpfe mindestens mit 2:0 oder höher gestalten konnten, hatten die Köllerbacher mit Bataev und Kirov zwei Einzelsiege mit jeweils 1:0. Dabei hielten es ihre Kontrahenten Agca und Sezgin mit ihren knappen Niederlagen mit 3:4 und 2:3 äußerst knapp.

Tendenz Rückkampf:

Schorndorf mit fünf Punkten Vorsprung im Vorteil. Der KSV Köllerbach hat große Erfahrung in Playoff-Kämpfen. Gutes Polster, allerdings noch nichts entschieden.

Red Devils Heilbronn – SC Kleinostheim 12:12

Zur Halbzeit schien alles auf einen Auswärtssieg für die Warriors aus Kleinostheim hinauszulaufen. 3:9 stand es aus Sicht der Hausherren. Die Gäste konnten einen kampflosen Sieg im 57kg-Limit einfahren, hielten die Gr.-römisch-Kämpfe Popp gegen Bonert und Toshev gegen Kecskemeti knapp und konnten mit Abakarov und Magomed Ramazanov erwartungsgemäß punkten. In Halbzeit zwei baute Eisele gegen Braun den Vorsprung für die Gäste aus. Doch die Red Devils kamen mit Papi (15:0 gegen Tatarinov) und Ramazan Ramazanov (15:0 gegen Melle) wieder ran. Das Unentschieden wurde im letzten Kampf besiegelt. Kleinostheims Gutu hatte den Europameister Fritsch beim Stand von 7:0 schon fast auf den Schultern. Doch Fritsch kam eindrucksvoll zurück und drehte den Kampf mit 8:7.

Tendenz Rückkampf:

Alles offen. Kleinostheim mit Heimvorteil. Beide Mannschaften können personell für den Rückkampf variieren.

KSC Hösbach – ASV Mainz 88 12:14  

Volles Haus auch im Hösbacher Kultur- und Sportpark. Die Vikings boten dem Vizemeister vor 870 Zuschauern die Stirn und zeigten ihren Anhängern und Fans einen eindrucksvollen Playoff-Fight. Zwei technisch-überlegene Siege von Dorn und Klasner sowie zwei Punktsiege von Sahakyan und Mnatsakanian brachten insgesamt zwölf Mannschaftspunkte. Auf Seiten der 88er stachen Bujiashvili, Dimitrov, Kuramagomedov und Remel heraus, die hohe Siege einfuhren. Im Kampf Haase gegen Fallacara fielen keine technische Punkte. Fallacara brachte das 1:1 auf die Mainzer Seite zum knappen Auswärtssieg.

Tendenz Rückkampf:

Offen. Hösbach mit einer gemeinschaftlichen Energieleistung kann wie Mainz 88, die zuhause ringen und eine große Playoff-Erfahrung mitbringen, ins Halbfinale einziehen.

Bildquelle: Iris Bauer