5 Jahre Ringsport-Magazin

Fünf Jahre gibt es das Ringsport-Magazin nun schon, jeden Monat bis zu 30 Seiten, plus die Sonderausgabe ‚Liga-Total‘ mit allen Mannschaften der höchsten Kampfklassen, Terminen und Vorberichten.

Fünf Jahre angefüllt mit Erstellen von Artikeln, Suche nach Bildern und Informationen aus den Vereinen und Verbänden, was sich mitunter als sehr schwer erwieß.

Doch der Reihe nach – wie kam es überhaupt dazu, das Ringsport-Magazin herauszubringen ?

Seit vielen Jahren war der Verlag Sacher aus Niedernberg für die Erstellung und Herausgabe des ‚Ringers‘ als Organ des Deutschen Ringer- Bundes zuständig. Mit Peter Weber gab es einen verantwortlichen Pressereferenten des DRB, der viel Herzblut in die monatlich erscheinenden Ausgaben steckte. 2009 erfolgte ein Übergang, Frank Heinzelbecker und Jörg Richter waren fortan verantwortlich, das Heft wurde bunter, die Auflage war mit über 2000 Magazinen sehr gut.

Doch es krachte im Gebälk, dunkle Wolken zogen mit einem Rechtsstreit zwischen der Fa. Sacher und dem DRB herauf, das Tischtuch war zerschnitten. Der neue Vizepräsident für Verbandsentwicklung Daniel Wozniak der inzwischen Frank Heinzelbecker abgelöst hatte, vergab das Magazin an den Sportverlag Meyer & Meyer nach Aachen, neue Chefredakteurin wurde Claudia Pauli. Das Magazin erschien nun nur noch alle zwei Monate, der ‚Genickbruch war vorprogrammiert, die Leser kündigten in Scharen und das Verbandsorgan ‚Der Ringer‘ wurde zum 31.12.2017 eingestellt.

Mit der Ankündigung des DRB, das offizielle Organ des DRB einzustellen, setzten sich mit Stefan Günter, Falko Werner und Jörg Richter drei Pressereferenten aus Bayern, Württemberg und Brandenburg zusammen und berieten darüber, ein Ringermagazin in Eigenregie weiterzuführen.

Bereits im November 2017 erschien das erste Ringsport-Magazin als Prototyp, für Deutschland, Österreich und die Schweiz. „Der Entschluss, nicht als Organ eines einzelnen Verbandes, sonder übergreifend in drei deutschsprachigen Ländern zu erscheinen wurde getroffen, weil auch zu den beiden, südlichen Nachbarländern sehr gute Beziehungen bestanden. So berichtet Stefan Günter auch über die Vereine aus Vorarlberg, Falko Werner beschrieb das Geschehen in der Schweiz und wurde dort auch Medienreferent, Jörg Richter verbindet eine enge Freundschaft zu Toni Marchl, dem Vizepräsident des ÖRSV.

Das Band durch den deutschsprachigen Raum war geschlossen und seither wird über das Ringkampfgeschehen in allen drei Ländern berichtet.

Der Start war schwierig, Kampf um Abo’s und Werbeanzeigen

Begonnen wurde im November 2017 quasi bei Null. Es ging in die Werbung um Abonnenten denn an öffentlichen Verkauf war nicht zu denken – diese Summen hätte man als ‚Startup-Unternehmen‘ nicht stemmen können. Dankbar waren die drei Redakteure, als sich Bayern, Württemberg und Nordrhein-Westfalen dazu entschlossen Präsidium und Funktionäre mit dem Ringsport-Magazin auszustatten. Weitere Landesorganisationen versprachen Unterstützung, schließlich ist das Ringsport-Magazin die einzige Druckausgabe über den Ringkampfsport in der Mitte Europas, um die uns andere Nationen beneiden. Auch Sponsoren wurden gefunden, Firmen die Anzeigen schalteten und so mithalfen, die Druckkosten abzufedern.

Viele Stimmen sagten dem Ringsport-Magazin einen schnellen Tod voraus, da die Lesegewohnheiten heutzutage über Facebook und Instagram vor allem bei jungen Leuten vorne an stehen.

2020 schied Falko Werrner aus beruflichen Gründen aus dem Redaktersteam aus, die Geschäftsführung ging in die Hände von Jörg Richter über, der von Stefan Günter tatkräftig unterstützt wurde. Für die Schweiz zeigte sich fortan Gerhard Remus verantwortlich, der ohnehin schon mit dem ‚Ringerspiegel‘ bei den Eidgenossen präsent ist und zu dem schon längere Zeit engere Drähte bestanden. Für die technischen Belange zum Internetauftritt, Shop und Werbung wurden mit Antonio Petzold und Mick Schurigt junge Studenten gefunden, die auch im Netz für das Ringsport-Magazin tätig wurden. Zuletzt wurde Niklas Richter in das Team aufgenommen, der das Netz nach Informationen ausforscht, die für das Ringsport-Magazin relevant sind.

Das Ringsport-Magazin gibt es noch und erfreut sich guter Gesundheit. „Das wir nicht reich werden wussten wir, es ist schön, wenn sich das Magazin selbst trägt und wir damit eine schwarze Null schreiben und Berichte, Ergebnisse und Bilder rings um den Ringkampfsport nach außen tragen“, so Stefan Günter, der mit Jörg Richter, sowie dem Internet-Team mitunter bis tief in die Nacht Online-Redaktionssitzungen abhält, um das nächste Magazin zusammen zu stellen. „Mitunter ist es dabei richtig lustig, wir hatten gar schon in Erwägung gezogen, einen Podcast davon online zu stellen“, so Jörg Richter, der unterstreicht, das die Arbeit am Magazin sehr viel Spaß macht, ohne den das Ganze gar nicht möglich wäre.

Was wir uns wünschen

Derzeit bekommt die Redaktion nur aus sehr wenigen Landesorganisationen Zuarbeiten, Bilder und Informationen, wobei sich die Mitarbeiter des Magazins schon oft die Frage stellten, wie die Öffentlichkeitsarbeit insgesamt besser laufen könnte, wo doch viele Vereine und Landesorganisationen bei diesem Thema sozusagen in der ‚eigenen Suppe schwimmen‘ und die Fans nur regional erreicht werden. Aber warum sollte man zum Beispiel in Nordbaden ein Magazin bestellen, in dem nichts über Nordbaden steht ? Diese Frage können wir nachvollziehen, doch haben mehrere Landesverbände gar keinen Pressereferenten, so muss an die Vereine direkt herangegangen werden, was das Arbeitspensum deutlich erhöht. Dabei veröffentlichen viele Vereine Berichte und Bilder in den Medien – eben nur nicht überregional. Das würden wir gerne übernehmen.

„… was, den Ringer gibt es noch ?“, fragen viele Ringkampfinteressierte, wenn wir unser Heft bei Wettkämpfen vorstellen. Coronabedingt konnten wir nur wenig Werbung für das Ringspsport-Magazin betreiben, was die Leserzahlen stagnieren ließ.

Doch Weihnachten steht vor der Tür – und da ist ein Jahresabo für das Ringsport-Magazin eine sehr gute Geschenkidee.

www.ringsport-magazin.de