Ringen / Weltmeisterschaft der Männer und Frauen vom 10. bis 18. September 2022 in Belgrad (SRB) , 2. Kampftag – Zwischenbericht

Abdolmohammad Mohammad PAPI / Foto: Kadir Caliskan

Belgrad – Auch am zweiten Kampftag der Ringer-Weltmeisterschaften, die in Belgrad (SRB) ausgetragen werden, sind weitere drei deutsche Ringer mit Niederlagen belastet.

Als Erster betrat Hannes Wagner (87 kg) die Matte, der nach einem Sieg und einer Niederlage am Vortag nun in der Hoffnungsrunde weiterkämpfen durfte. Dort traf der deutsche Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaften von 2020 und 2021 auf den Schweden Alex Kessidis, gegen den Wagner mit 1:6 Punkten unterlag. Damit war das WM-Turnier für den Lichtenfelser beendet.

Starke Nerven brauchte Bundestrainer Michael Carl bei Roland Schwarz (82 kg), der in der Qualifikation gegen David Zhytomyrsky (ISR) einen 5:1-Erfolg verbuchte, im Achtelfinale gegen den Moldawier Mihail Bradu bereits mit 0:7 in Rückstand lag. In der zweiten Runde drehte Schwarz das Blatt mit schönen Aktionen noch mit 9:7 zu seinen Gunsten. Im Viertelfinale fand sich Roland Schwarz gegen Tamas Levai (HUN) nach nur wenigen Sekunden auf beiden Schultern wieder, eine Niederlage, die das vorläufige Aus zur Folge hatte.

Abdolmohammad Papi (63 kg) gewann seinen Auftaktkampf gegen den Mexikaner Jose Rodriduez im Schnelldurchlauf, lieferte anschließend im Achtelfinale auch dem Iraner Ali Nejati einen großen Kampf. Papi lag zunächst mit 0:3 zurück, als ihm in Runde zwei ein Wurf gelang, der 4 Punkte auf sein Konto brachte. Wenige Sekunden vor Kampfende drehte der Iraner das Duell mit einer Zweierwertung erneut zu seinen Gunsten.

Roland Schwarz und Abdolmohammad Papi müssen nun ihren Kontrahenten die Daumen drücken, denn nur wenn die am Abend ihre Halbfinalkämpfe gewinnen und die Endkämpfe um WM-Gold erreichen, geht es für die beiden deutschen Griechisch-Römisch-Ringer in der Hoffnungsrunde weiter.

Ausgeschieden ist bereits Lucas Lazogianis (97 kg), der gegen den Litauer Vilius Laurinaitis mit 1:4 Punkten das Nachsehen hatte.

Jörg Richter