Ringen / Weltmeisterschaft der Männer und Frauen vom 10. bis 18. September 2022 in Belgrad (SRB) – 1. Kampftag

87kg Hannes WAGNER / Foto: Kadir Caliskan (UWW)

Belgrad – Bei den Weltmeisterschaften der Männer und Frauen im Ringen, die am Samstagmorgen in der Stark-Arena in Belgrad (SRB) angepfiffen wurden, sind alle vier deutschen Starter mit Niederlagen belastet.

Idris Ibaev (77 kg) hatte einen Blitzstart, gegen den Vizeweltmeister 2021 und Bronzemedaillengewinner der diesjährigen Europameisterschaft Sanan Suleymanov (AZE) holte der deutsche U-23-Weltmeister von 2021 mit einem Wurf gleich einen Vier-Punkte-Vorsprung heraus, den er schnell auf 7:0 erhöhte. Doch in Runde zwei holte Suleymanov Punkt für Punkt auf und glich zum 7:7 aus, wobei Idris Ibaev am Ende des Kampfes durch die höhere Wertung immer noch die Nase vorn hatte. Für die letzte Aktion forderte die aserbaidschanische Ecke noch den Videobeweis ein, der jedoch nichts brachte, außer einen Zusatzpunkt für Ibaev zum 8:7-Endstand.

Im Achtelfinale lag dann Idris Ibaev schnell gegen Tamerlan Shadukaev (KGZ) zurück, der Kasache erhöhte weiter bis zum vorzeitigen 11:2 -Abbruchsieg durch technische Überlegenheit. Doch dann kam es für Ibaev ganz dick, denn Shadukaev unterlag eine Runde später, damit war Ibaev aus dem Rennen und kann auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde neu ins Kampfgeschehen eingreifen.

Gleiches Schicksal widerfuhr Samuel Bellscheid (72 kg), der nach seinem kampflosen Sieg über Ndombasi Matadi (COD) ins Achtelfinale rückte, wo er gegen Deyvid Dimitrov (BUL) hauchdünn mit 2:3 unterlag. Der beherzte Endspurt von Samuel Bellscheid brachte keine Wende mehr. Dimitrov unterlag nur eine Runde später, damit konnte auch Bellscheid nicht mehr über die Hoffnungsrunde weiterkämpfen und schied aus.

Hoffen dürfen hingegen Hannes Wagner (87 kg) und Fabian Schmitt (55 kg), die zwar ebenfalls schon eine Niederlage verbuchen mussten, deren Gegner aber ins Halbfinale vorrückten.

Fabian Schmitt bezwang im Achtelfinale Artijom Deleanu (MDA) mit 3:2, hatte dann im Viertelfinale gegen Max Nowry (USA) das Nachsehen, der eine Unachtsamkeit des DRB-Ringers zum Schultersieg nutzte. Nur wenn Nowry auch in seinem Halbfinalkampf am Abend siegreich bleibt, geht es am Sonntagmorgen für Fabian Schmitt in der Hoffnungsrunde weiter.

Auch Hannes Wagner bestritt seinen Auftaktkampf siegreich, der Lichtenfelser bezwang Vjekoslav Luburic (CRO) mit 8:1, verlor dann jedoch im Viertelfinale gegen Zurabi Datunashvili (SRB) mit 0:5. Der Serbe, der kürzlich noch für Georgien auf die Matte trat, kämpft am Abend im Halbfinale, könnte mit einem Sieg über David Losonczi (HUN) ins Finale einziehen und damit den Weg für Hannes Wagner in die Hoffnungsrunde freimachen.

Jörg Richter