Leonie Steigert holt Edelmetall Nr. 4 für deutsche Ringerinnen / DRB-Mädchen auf Platz 4 in der Nationenwertung

Foto: Kadir Caliskan (UWW)

Bukarest – Vier Bronzemedaillen standen bei den Europameisterschaften der Altersklasse U-17 nach dem 4. Kampftag in der Bilanz des Deutschen Ringer- Bundes, Darius Kiefer kämpfte sich bei den Griechisch-Römisch-Spezialisten auf das Siegerpodium, Josephine Wrensch (43 kg), Naemi Leistner (57 kg) und Lotta Englich (73 kg) packten am Donnerstagabend gleich dreimal Bronze dazu.

Am fünften Kampftag hatte Bundestrainer Christoph Ewald noch eine Starterin im Rennen, Leonie Steigert (61 kg) stand nach ihrem Auftaktsieg über Andela Cvetkovic (SRB) und einer Niederlage gegen Sabina Petrache (ROU), die das Finale erreichte, in der Hoffnungsrunde, wo sie auf Mirella Pali (HUN) traf. Gegen die Ungarin führte Leonie Steigert zur Pause 3:0 und erhöhte in Runde zwei gar auf 5:0. Sekunden vor Kampfende hätte Mirella Pali die DRB-Starterin mit einem Wurf fast noch geschultert, doch Leonie Steigert kämpfte sich aus der gefährlichen Lage heraus und verteidigte den knappen 5:4-Vorsprung bis zum Schlussgong. Damit stand Leonie Steigert im kleinen Finale, wo sie gleich zum Beginn des Kampfes gegen Ugne Laurinskyte (LIT) für klare Verhältnisse sorgte und sich im weiteren Kampfverlauf mit einem 7:3-Punktsieg die Bronzemedaille sicherte.

„Insgesamt ein gutes Ergebnis, wobei in einigen Kämpfen auch etwas mehr drin war, so unterlag  Lotta Englich im Halbfinale unglücklich mit 7:8, oder Naemi Leistner, die im ersten Duell gleich gegen die spätere Europameisterin antrat, aber im weiteren Tunierverlauf stark kämpfte“, so Bundestrainer Christoph Ewald, der sich für den weiblichen Nachwuchs verantwortlich zeigt.

Foto: Kadir Caliskan (UWW)

„Mit Lotta Englich, Josephine Wrensch und Leonie Steigert hatten wir zudem drei Mädchen aus dem jüngsten Jahrgang am Start und es war schon bemerkenswert, wie gut sich diese jungen Mädels hier verkauft haben, die insgesamt starke Teamleistung wurde am Ende mit Platz 4 in der Nationenwertung belohnt“, sieht Ewald viel Potential in seinem jungen DRB-Team.

Am Freitag fiel der Startschuss für die erste Abteilung der Freistilringer, die den Schlusspunkt hinter die Europameisterschaftskämpfe setzen.

Im Limit bis 48 Kilo schied John Keterling nach seiner 2:6-Auftaktniederlage gegen Rostyslav Kuryliak (UKR) aus dem EM-Turnier aus. Da der Ukrainer das Finale verfehlte, konnte der DRB-Ringer auch nicht mehr in der Hoffnungsrunde neu ins Kampfgeschehen eingreifen.

Auch Jannis Rebholz (55 kg) traf gleich im ersten Kampf auf einen der starken Ukrainer, der DRB-Starter unterlag gegen Illia Shketyk nur knapp mit 1:2. Doch Shketyk kämpfte sich bis ins Finale, damit geht es für Jannis Rebholt am Samstag in der Hoffnungsrunde weiter, wo er gegen den Lokalmatadoren Bernardo Szilagyi (ROU) antreten wird.

Felix Schmitt (65 kg) verlor seinen Auftaktkampf mit 0:10 deutlich gegen den starken Türken Fatih Acar, der erst im Halbfinale gebremst wurde und das Finale verpasste, damit war das EM-Turnier für Felix Schmitt beendet. Auch Jeremy Weinhold (80 kg) unterlag gleich in der Qualifikation mit 3:11 gegen Sayfoullah Evdaiev (FRA) und schied damit ebenfalls aus.

Schwergewichtler Mikael Golling (110 kg) ist trotz einer 4:8-Punktniederlage gegen Taha Temel (TUR) noch im Rennen, da der türkische Ringer das Finale erreichte. Für Mikael Golling geht es damit am Samstag gegen Martino Piliero (ITA) in der Hoffnungsrunde weiter.

Jörg Richter