Ringen / DRB etabliert ‚Hall of Fame‘ für verdienstvolle Athleten, Trainer, Kampfrichter und Funktionäre

Dortmund – Ringen kann auf eine uralte Tradition zurückblicken, der Kampfsport Ringen gilt als eine der ältesten Sportarten der Welt. Bei den Olympischen Spielen der Antike gehörte Ringen zu den Disziplinen im Fünfkampf (Pale), auch im Einzelwettstreit wurde im alten Griechenland der Sieger ausgerungen. Ringkampf hatte großes Gewicht, bei Unentschieden in der Leichtathletik, wurde der Sieger durch einen Ringkampf ermittelt.

Bei den Olympischen Spielen der Neuzeit war der Ringkampf von Beginn an im Programm, der Berliner Carl Schumann holte 1896 in Athen die erste, olympische Goldmedaille im Ringen-, aber auch im Turnen. Der Bogen spannt sich bis 2021, als Aline Rotter-Focken die erste Olympische Medaille für die deutschen Frauen im Ringen gewann – und dazu noch die Goldene. Zwischen Schumann und Rotter-Focken war die Ringergeschichte angefüllte mit großen Namen, im fairen Kampf Mann gegen Mann.

Was der Ringer-Weltverband United World Wrestling (UWW) schon seit einigen Jahren praktiziert, will der Deutsche Ringer- Bund nun ebenfalls nachvollziehen, nämlich die besten und verdienstvollsten Athleten zu ehren, in der deutschen ‚Hall of Fame‘ sollen diese großen Ringer und Ringerinnen verewigt werden.

DRB-Präsident Jens-Peter Nettekoven setzte dazu eine kleine Arbeitsgruppe mit dem neuen Referenten für Statistik Amin Kondakji ein, der gemeinsam mit dem einstigen Spitzenkampfrichter Horst Faller und Ehrenmitglied Martin Knosp die ersten Anwärter auf einem Platz in der ‚Hall of Fame‘ des deutschen Ringkampfsportes benannten.

Die Olympiasieger Wilfried Dietrich, Lothar Metz, Rudolf Vesper und Aline Rotter-Focken werden gemeinsam mit den Ex-Weltmeistern Uwe Neupert, Adolf Seeger benannt, aber auch dem internationalen Kampfrichter Georg Metzler und Spitzentrainer Heinz Ostermann wird die Ehre zuteil, erste Mitglieder der ‚Hall of Fame‘ zu werden.

„Es sollen jedes Jahr verdienstvolle Athleten, Trainer, Kampfrichter und Funktionäre nachrücken, die in die Hall of Fame aufgenommen werden sollen, Personen die sich um den Ringkampfsport verdient gemacht haben“, so DRB-Präsident Jens-Peter Nettekoven, der mit seinem Präsidium die Benennung und Auszeichnung am 21. Oktober, innerhalb der nächsten DRB-Mitgliederversammlung vornehmen möchte.

Jörg Richter