Weltmeisterschaft der Kadetten in Tiblissi (GEO)

Deutsche Griechisch-Römisch-Ringer bei Kadetten-WM in Tiblissi (GEO) ausgeschieden

von Jörg Richter

Tiblissi – Der erste Abschnitt der Kadetten-Weltmeisterschaft in Tiblissi (GEO) ist beendet, die Kämpfe der jungen Griechisch-Römisch-Spezialisten sind absolviert. Einmal mehr dominierten die Ringer aus Osteuropa, aber auch aus dem Iran und der Türkei, die den Kämpfen im griechisch-römischen Stil ihren Stempel aufdrückten. In dieser Stilart hinken die westeuropäischen Nationen- und selbst die Skandinavier etwas hinterher, einzig der Österreicher Markus Ragginger (85 kg) kämpfte sich ins Finale und gewann am Ende Silber.

Für die beiden deutschen Ringer waren die Welttitelkämpfe in Tiblissi schnell zu Ende. Spannend machte es Steven Ecker (50 kg/ASV Hüttigweiler) beim 1:1 gegen den Schweden Alexander Norström. „Am Ende hatte der Schwede etwas mehr zuzusetzen und gewann durch den zuletzt vergebenen Punkt. Norström unterlag im Viertelfinale gegen Zaur Nuriyev (AZE), damit konnte Ecker auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde ins Kampfgeschehen eingreifen“, so Nachwuchs-Bundestrainer Maik Bullmann nach dem Duell.

Auch Simon Öllinger (76 kg/SC Anger) unterlag gleich in der Qualifikation gegen Stanislav Rylskiy (KAZ) mit 1:6 Punkten. Der stark aufringende Kasache kämpfte sich bis ins Halbfinale. „Alles sah nach einem Sieg von Rylskiy aus und wir bereiteten uns schon auf die Hoffnungsrunde vor, als dem Aserbaidschaner Nasir Hasanov Sekunden vor Kampfende eine Technik im Bodenkampf gelang, mit der er den Kasachen den Weg ins Finale verbaute“, ärgerte sich Maik Bullmann, denn damit war auch Öllinger aus dem Titelrennen.

„Unsere Reserven liegen eindeutig im technischen Bereich, darauf muss in den Vereinen und Stützpunkten der Schwerpunkt liegen“, so Nachwuchs-Bundestrainer Maik Bullmann.

Wie gewohnt ist der mittlere Abschnitt der Titelkämpfe fest in den Händen des Frauenbereichs. Hier kämpften die deutschen Damen bei den Europameisterschaften in Bukarest (ROU) äußerst erfolgreich. Damit liegen auch bei den Weltmeisterschaften in Tiblissi große Hoffnungen auf Edelmetall  auf den Schultern der jungen, deutschen Damen.