Grand Prix der Frauen und Mädchen in Dormagen

Fünf Mal Silber für deutsche Ringerinnen beim heimischen Grand Prix in Dormagen

Bericht und Fotos von Jörg Richter

Dormagen – Zufrieden packte der Vorsitzende des AC Ückerath Detlev Zenk am Sonntagnachmittag die Sponsorenwerbung zusammen, während die vielen Helferinnen und Helfer die Mattenteile und Planen der vier Kampfflächen aus dem Dormagener TSV Sportcenter räumten. Selbst Laura Mertens, die vor wenigen Minuten noch gegen Michelle Fazzari (Kanada) um den Turniersieg beim Grand Prix der Ringerinnen gekämpft hatte, war sich nicht zu schade, mit anzupacken und die Mattenteile auf die bereitstehenden Transportwagen aufzustapeln.

225 junge Damen aus 22 Nationen hatten zwei Tage lang im TSV Sportcenter Dormagen gekämpft. Damit gilt der Grand Prix von Deutschland als eines der weltgrößten Turniere im weiblichen Ringkampf. Im nacholympischen Jahr war die Resonanz besonders groß. Ringerinnen aus Russland, Kanada, Kasachstan, aus Polen, Schweden, Frankreich und Italien, Norwegen, aber auch aus Argentinien, oder Tunesien drückten dem Wettkampf in Dormagen ihren Stempel auf. Auch aus vielen Vereinen und Stützpunkten Deutschlands reisten Ringerinnen an, um ihre Kräfte zu messen und vor allem, um vor den anstehenden internationalen Meisterschaften eine letzte Standortbestimmung vorzunehmen. DRB-Vizepräsident Ralf Diener eröffnete den Grand Prix, bei dem die Organisatoren um Heinz Schmitz, Detlev Zenk, Silke Plachow und Günter Suling Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport begrüßen konnten.

„Es gab Licht und Schatten, unsere erfahrenen Athletinnen haben sich hier ordentlich verkauft. Doch dahinter ist schon eine Lücke, die geschlossen werden muss“, war Frauen-Bundestrainer Patrick Loes mit dem Abschneiden seiner Ringerinnen insgesamt zufrieden.
Nina Hemmer (53 kg), Laura Mertens (58 kg/ beide AC Ückerath), Elena Brugger (58 kg/TuS Adelhausen) und Aline Focken (KSV Krefeld), die ins schwerste Limit bis 75 kg aufgerückt war, hatten sich am Samstag siegreich durch die teils mit Weltklasseringerinnen bespickte Vorrunde gekämpft und standen am Sonntag im Finale ihrer Gewichtsklassen.
Die EM-Dritte von 2017 Nina Hemmer lieferte sich mit der 33-jährigen Weltklasseringerin Jessica Mc Donald einen spannenden Kampf, nach großem Rückstand kam die Aufholjagd der deutschen Olympia-Starterin von Rio 2016 zu spät. Die erfahrene Ringerin aus Kanada rettete den 14:11-Punktsieg über die Zeit. Nina Hemmer gewann damit den 2. Platz, genauso wie Aline Focken und Laura Mertens, die im Finale ebenfalls ihren Konkurrentinnen aus Kanada unterlagen. Elena Brugger, die Junioren-Europameisterin von 2016, verlor ihren Endkampf gegen die Französin Mathilde Reviere. Johanna Meier (55 kg/TuS Weitenau), Luisa Niemesch (58 kg/SVG Weingarten), Nadine Weinauge (63 kg/KSK Furtwangen) und Maria Selmaier (75 kg/KSC Motor Jena) rundeten die deutsche Medaillenbilanz bei den Frauen mit Bronzemedaillen ab.

Während bei den Frauen die Ringerinnen aus Kanada, Schweden und Deutschland das Geschehen bestimmten, ragten in der Jugendklasse die Nachwuchsringerinnen aus Russland, Kasachstan und Italien heraus. Einzig Josefine Purschke (52 kg/SV Warnemünde) schaffte den Sprung in die Finalkämpfe um den Turniersieg. Dort unterlag die Ringerin vom Leistungsstützpunkt Frankfurt/O. nach vier Vorrundenerfolgen gegen Anastasiia Sidelnikova (RUS) und gewann damit Silber. Celine Mehner (43 kg/KSV Kirrlach) und Elena Sell (60 kg/TSV Gailbach) gewannen die kleinen Finals um Rang drei und kämpften sich damit auf das Treppchen.

Für die Juniorinnen war es ein letzter Test vor den Europameisterschaften, die in drei Wochen in Dortmund ausgetragen werden, dagegen konnten sich die Kadettinnen für die internationalen Titelkämpfe nochmals anbieten“, so Nachwuchs-Bundestrainer Rainer Kamm.

In der Länderwertung stand Russland auf dem obersten Podestplatz, Christoph Ewald nahm den Pokal für den 2. Rang in der Nationenwertung für Deutschland in Empfang. Und die starke kasachische Riege erreichte Platz drei. Während die Aufräumarbeiten durch das große Helferteam nach Beendigung der Siegerehrung noch voll im Gange waren, fuhren gleich mehrere internationale Auswahlteams gemeinsam mit den deutschen Ringerinnen zur Sportschule Hennef. Das gemeinsame Trainingscamp im Anschluss an den Grand Prix hat sich als inzwischen schon traditionelles Angebot bewährt.

Während bei den Frauen die Ringerinnen aus Kanada, Schweden und Deutschland das Geschehen bestimmten, ragten in der Jugendklasse die Nachwuchsringerinnen aus Russland, Kasachstan und Italien heraus. Einzig Josefine Purschke (52 kg/SV Warnemünde) schaffte den Sprung in die Finalkämpfe um den Turniersieg. Dort unterlag die Ringerin vom Leistungsstützpunkt Frankfurt/O. nach vier Vorrundenerfolgen gegen Anastasiia Sidelnikova (RUS) und gewann damit Silber. Celine Mehner (43 kg/KSV Kirrlach) und Elena Sell (60 kg/TSV Gailbach) gewannen die kleinen Finals um Rang drei und kämpften sich damit auf das Treppchen.

Für die Juniorinnen war es ein letzter Test vor den Europameisterschaften, die in drei Wochen in Dortmund ausgetragen werden, dagegen konnten sich die Kadettinnen für die internationalen Titelkämpfe nochmals anbieten“, so Nachwuchs-Bundestrainer Rainer Kamm.

In der Länderwertung stand Russland auf dem obersten Podestplatz, Christoph Ewald nahm den Pokal für den 2. Rang in der Nationenwertung für Deutschland in Empfang. Und die starke kasachische Riege erreichte Platz drei. Während die Aufräumarbeiten durch das große Helferteam nach Beendigung der Siegerehrung noch voll im Gange waren, fuhren gleich mehrere internationale Auswahlteams gemeinsam mit den deutschen Ringerinnen zur Sportschule Hennef. Das gemeinsame Trainingscamp im Anschluss an den Grand Prix hat sich als inzwischen schon traditionelles Angebot bewährt.