Ringerpilz Empfehlungen zur Pravention

Maßnahmen zur Verminderung von  Hautkrankheiten, insbesondere des „Ringerpilzes“ Trichophyton tonsurans bei Ringern und anderen Sportarten mit Körperkontakt, wie Judo.

Adaptiert nach: National Athletic Trainers‘ Association Position Statement: Skin Diseases, veröffentlicht in J Athl Train. 2010 Jul-Aug; 45(4): 411–428. 

● Aufstellung eines Infektionsverhütungsplanes, in dem auch die korrekte Anwendung der Substanzen niedergeschrieben ist.
● In Wasch- und Duschräumen sollte antibakteriell wirksame Hautreinigungsmittel in Form einer Flüssigseife in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
● Festlegung der Reinigung und Desinfektion der Umkleidekabinen, der Matten und Sitzbänke mit definierten Materialien (entsprechend der Krankenhausdesinfektion („bakterizid, viruzid und fungizid“).
● Wichtig: Beachtung der von jeweiligen Hersteller empfohlenen Menge, Konzentration sowie der Einwirkungszeit.
● Händereinigung sollte mit der empfohlenen Menge antibakterieller Seife über mind. 15 Sekunden Einwirkungszeit stattfinden. Die Hände sollten mit Einweghandtüchern abgetrocknet werden. Eine anschließende alkoholische Händedesinfektion (Spender) wird empfohlen.
● Sportler sollten nach dem Training sich komplett duschen, hierbei antibakterielle Flüssigseife verwenden. Nach dem Duschen sollten insbesondere die Füße gut abgetrocknet werden, evtl. auch durch Verwendung eines Föhns. Wichtig: das Tragen von „Badelatschen!“
● Von der kosmetischen Körperrasur wird dringend abgeraten (zahlreiche Mikrotraumen welche Eintrittspforten darstellen können!)
● Die beim Training getragene Kleidung sollte täglich gewaschen werden.
● Schutzprotektoren, wie z.B. Knieschoner sollten täglich desinfiziert werden.
● Sportler sollten Dinge wie Haarbürsten, Nagelklipper, Einwegrasierer und Handtücher etc. nicht untereinander austauschen.
● Alle nicht infizierten Wunden sollten mit okklusiven oder semiokklusiven Verbänden versorgt werden. Fingernägel kurz halten.
● Kortisoncremes nur im erforderlichen Umfang anwenden (Reduktion der lokalen Abwehrlage!).

Dr. med. Michael Eisfelder 9.2015