EM Titel für Elena Brugger

Am dritten Tag der Junioren Europameisterschaft gab es die zweite Medaille für den DRB zu bejubeln. Zum Auftakt der Kämpfe bei den Juniorinnen marschierte Elena Brugger (51kg) direkt ins Finale und sicherte sich am Ende die hochverdient die Goldmedaille.
Von Julian Hemmerich
Laura Schmitt (44kg) und Viviane Herda (59kg) konnten nicht in die Endkämpfe vordringen. Laura Schmitt traf gleich zum Auftakt auf die starke Ukrainerin Oksana Livach. Nach gut zwei Minuten musste sie sich mit 1:12 deutlich geschlagen geben. Das Ergebnis an sich hatte jedoch wenig Aussagekraft, denn die Ukrainerin rang in einer eigenen Liga, spazierte in allen 4 Kämpfen mit ausschließlich vorzeitig erkämpften Siegen bis zum Titel. Somit durfte Laura in der Hoffnungsrunde erneut an den Start, lieferte sich dort mit Fatme Mandeva (BUL) ein Duell auf Spitz und Knopf, unterlag jedoch am Ende unglücklich mit 6:8 und schied aus. Ärgerlich war das Ausscheiden von Viviane Herda, denn sie erwischte einen tollen Start in das Turnier und fegte die Spanierin Perez Tourin mit 11:0 von der Matte. Im folgenden Viertelfinale zeigte sie dann einen starken Kampf gegen die 3. der letztjährigen Weltmeisterschaften, Arianna Carieri aus Italien. Am Ende stand eine knappe 3:5 Niederlage und somit das Aus, denn die Auslosung meinte es nicht gerade gut mit der Deutschen. Carieri traf im Halbfinale auf Titelverteidigerin und Topfavoritin Grace Bullen aus Norwegen, unterlag dort in einem ausgeglichenen Duell früh auf Schulter und somit war Herda der Weg in die Hoffnungsrunde verbaut.
Deutlich besser lief es, wie bereits eingangs erwähnt, bei der dritten Starterin an diesem Tag. Elena Brugger vom TuS Adelhausen zeigte eine tolle Turnierleistung und kämpfte sich verdient bis ins Finale vor und zeigte dabei starken Kampfgeist. Gleich in der Qualifikation war dieser gefragt, gegen Kateryna Mashkevic (UKR) behielt die Südbadenerin nach 6 Minuten knapp mit 6:5 die Oberhand. Nicht minder spannend ging es in den folgenden Runden zu. Im Viertelfinale wies sie die Polin Agata Walerczak ebenfalls nach Ablauf der Kampfzeit mit 8:4 in die Schranken und stand somit im Halbfinale. Hier erwartete sie Luiza Suleymanova (RUS), immerhin schon Vizeeuropameisterin der Kadettinnen, und wieder entwickelte sich ein kleiner Krimi. Brugger ging früh in Front, die Russin blieb jedoch ständig auf Tuchfühlung. Bei einer Führung von 6:4 kurz vor Ablauf der Zeit, wurde Elena bei einem Beinangriff fast noch gekontert, kämpfte die Situation jedoch gekonnt bis zum Gong aus. Auch der Videobeweis brachte der Russin nicht die erhoffte Wertung und führte somit zum 7:4 Enstand für die Deutsche. Im Finale ließ Elena dann keinerlei Zweifel mehr aufkommen. In Rekordzeit besiegte sie Französin Hilary Ysaline Honorine nach 6:0 Führung im Bodenkampf dann per Schultersieg und feierte auf der Matte ausgelassen den Titel. Neben der Bronzemedaille bei der Kadetten-WM ihr bisher größter sportlicher Erfolg der noch jungen Laufbahn.