Austragung des Finalkampfes der 1. Bundesliga 2016/2017

Presseerklärung

Herausgegeben vom Vorstand des Deutschen Ringer-Bundes e. V., Veitshöchheim

Der Vorstand des Deutschen Ringer-Bundes e. V. hat den Vereinen der 1. Bundesliga mit Schreiben vom heutigen Tag mitgeteilt, dass es trotz der Einwände der Vereinsvertreter gegen den Austragungsort Aschaffenburg bei der Entscheidung des Bundesligaausschusses vom Februar 2016 verbleibt. Diese Entscheidung wurde im Bundesligaausschuss als demokratisch gewähltem Repräsentationsorgan der Bundesligavereine einstimmig getroffen und bindet insofern auch den DRB in seinen Entscheidungen.

In der Sache haben die Vereine (abgesehen von monetären Erwägungen, die aus sportfachlicher Sicht unerheblich sind) keine durchgreifenden Argumente vorgebracht. Der DRB wird aus diesem Grund den Finalkampf in Aschaffenburg ausrichten, um eine bundesweit zentral gelegene und zugleich dem Anlass angemessene Abschlussveranstaltung der Bundesliga zu gewährleisten. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben einerseits gezeigt, dass es für die Finalisten schwierig ist, im Januar/Februar kurzfristig geeignete Hallen zu erhalten. Die Ausweichlösungen waren dann nicht immer angemessen (weit vom Heimatverein entfernt; Zelt-Lösung im Januar). Außerdem hat sich das Bundesliga-Geschehen in den letzten Jahren stark auf den Südwesten der Republik konzentriert. Für Ringkampfsportfreunde aus dem Norden, Westen bzw. Osten der Republik waren die Fahrzeiten zu den Finalkämpfen häufig nicht mehr zumutbar. Aschaffenburg ist hier ideal gelegen und ermöglicht auch eine Anfahrt aus NRW, Sachsen etc. Die Rückmeldungen aus den dortigen Landesorganisationen deuten auf ein reges Interesse an einem zentralen Finalkampf hin.

Die zentrale Ausrichtung des Finales hat sich in anderen Sportarten bereits bestens bewährt. Soweit dem DRB in der Öffentlichkeit Gewinnerzielungsabsicht bei der Ausrichtung des Finales unterstellt wird, ist dies unzutreffend. Die Verteilung eines Gewinns wurde mit den Ligavertretern am 16.04. diskutiert; es steht ein Modell 40:30:30 bzw. 33:33:33 im Raum. Eine abschließende Entscheidung ist noch nicht getroffen. Zur Höhe der zu erwartenden Einnahmen hat der DRB keine eigenen Erfahrungen; die Aussagen der Vereine zu den bisherigen Finalkämpfen gehen insofern sehr weit auseinander (Finale als Verlustgeschäft bis hin zu mehreren hunderttausend Euro Gewinn). Es ist insofern nicht abzuschätzen, wie sich die Änderungen im Austragungsort auswirken werden. Ein Livestream-Angebot wird bewusst nicht angeboten werden, um die Attraktivität der Teilnahme vor
Ort zu erhöhen. Es wurde insofern mit dem Kooperationspartner SportA eine Sondervereinbarung geschlossen.