2. Wettkampftag Freistil: 55 kg, 66 kg, 84 kg, 120 kg

Ringen / Junioren-Europameisterschaften in Dortmund

Dortmund – Der Bronzemedaille von Horst Lehr (50 kg/VfK Schifferstadt) zum Auftakt der Junioren-Europameisterschaften, konnten die deutschen Freistilringer am zweiten Wettkampftag kein weiteres Edelmetall hinzu fügen, alle drei DRB-Starter schieden vorzeitig aus dem Titelrennen dieser Heim-EM aus.

Von Jörg Richter

Ramzan Awtaev (55 kg/TV Essen Dellwig bezwang in seinem Auftaktduell den Polen Zhozef Baghramyan noch vor Ablauf der sechsminütigen Kampfzeit mit technischer Überlegenheit (12:2). In seinem zweiten Kampf unterlag der DRB-Juniorenringer gegen Leonid Colesnik (MDA) und schied aus, da der Moldawier das Finale verfehlte.

Tapfer verteidigte sich der eigentlich noch im jüngeren Kadettenbereich kämpfende Tino Rettinger (66 kg/RWG Mömbris-Königshofen) gegen Dzhemal Ali (BUL), konnte die klare 1:10-Punktniederlage jedoch nicht verhindern.

Die Medaillenhoffnungen des zweiten Wettkampftages lasteten auf den Schultern von Dimitri Blayvas (84 kg/SV Halle), der in seinem Auftaktduell dem Polen Jakub Szymula keine Chance beim 12:2-Überlegenheitserfolg ließ. Auch gegen Mihai Palaghia (ROU) sah es bis zur Kampfpause nach einem Sieg des DRB-Mittelgewichtlers aus. Doch dann riss der Faden bei Dimitri Blayvas, der stehend k.o. war und nach einem Beinangriff von seinem rumänischen Kontrahenten geschultert wurde. Im Viertelfinale verlor Palaghia, damit konnte Blayvas auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde erneut ins Kampfgeschehen eingreifen.

„Ramzan Awtaev und Dimitri Blayvas waren dem Druck nicht gewachsen, während der junge Tino Rettinger bis zum Schluss gegen einen überlegenen Kontrahenten um jeden Punkt gekämpft hat“, so DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis.

Nach medaillenoser Junioren-EM im Vorjahr, kann Freistil-Bundestrainer Jürgen Scheibe mit einer Medaille und einem 5. Platz gut leben, trotz stark verjüngter Mannschaft ist ein Aufwärtstrend erkennbar.

Der Donnerstag und Freitag gehört den Juniorinnen, die ihre Kämpfe im freien Ringkampf absolvieren. An den folgenden, beiden Tagen schickt der Deutsche Ringer- Bund einige Medaillenaspirantinnen auf die-, in der Helmut-Körnig-Halle ausgelegten Ringermatten.